von Götz Eisenberg

Als ich mit meinem Freund Klaas nach dem Besuch einer Veranstaltung in Marburg zum Auto zurückgingen, kamen wir an einem Gymnasium vorbei. Der gesamte Eingangsbereich war mit Plakaten und bemalten Bettlaken vollgestellt und –gehängt.

Zunächst dachten wir an eine Form des Schülerprotestes gegen Klimawandel, Schulstress und Leistungsterror, aber bei genauerem Hinsehen begriffen wir, dass es sich um Aufmunterungs- und Durchhalteparolen für die Schüler handelte, die dieser Tage mit den Abiturprüfungen beginnen. „Toi,toi,toi, Anna-Lena“ , „Ganz viel Glück, Kevin !„, „Sina, gib Gas!“ , „Du schaffst es, Leon!“, „Hau rein, Lisa“, „Wir denken an Dich, Jessica“, hatten Eltern und Geschwister auf Tücher und Transparente gemalt. … weiter


 

 Alle Aufsätze von Götz Eisenberg im Magazin AUSWEGE


Bild: 3dman_eu   / pixabay.com / Lizenz

 

Mitteilung: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Stehen Menschen vor mehreren Optionen, können äußere Umstände die Entscheidungsfindung beeinflussen und zu Voreingenommenheit führen.

Eine experimentelle Untersuchung am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung konnte nun zeigen, dass das Gehirn visuelle Reize schneller verarbeitet, wenn es von einer bestimmten Option voreingenommen ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal eLife veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.mpib-berlin.mpg.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Universität Zürich

Mit flachem Rücken und schlecht ausbalancierter Körperhaltung – so werden Neandertaler heute oft dargestellt. Doch die Urmenschen waren uns wohl ähnlicher, als gemeinhin angenommen.

Dank einer virtuellen Rekonstruktion des Beckens und der Wirbelsäule eines sehr gut erhaltenen Skeletts aus Frankreich konnten UZH-Forschende zeigen, dass sich Neandertaler ebenso aufrecht bewegten wie heutige Menschen. … weiter


Quelle: www.media.uzh.ch

Mitteilung: Forschungszentrum Jülich

Sport ist gesund, Alkohol und Rauchen sind es nicht. Diese Erkenntnis hat sich inzwischen in weiten Teilen der Bevölkerung durchgesetzt. Jülicher Forscherinnen und Forscher zeigen in einer aktuellen Studie, wie stark sich eine gesunde beziehungsweise ungesunde Lebensführung auch im Gehirn widerspiegelt.

Überraschend klar lässt sich in unserem Denkorgan zudem ablesen, wie stark ein Mensch in sein soziales Umfeld eingebunden ist. Die Ergebnisse der Studie wurden Anfang Februar in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.fz-juelich.de
www.idw-online.de
Grafik: 3dman_eu, pixabay.com;Lizenz: CC0

von Joris Kern

In der sexuellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen geht es oft um Prävention: Gewaltprävention, Missbrauchsprävention, Verhütung von ungewollten Schwangerschaften. Es geht viel darum, wie Negatives verhindert werden kann, denn wir wollen und müssen Kinder und Jugendliche, besonders Mädchen schützen.

Leider wird Sexualität im Setting von Präventionsarbeit leicht im Nebeneffekt zu etwas degradiert, das von Männern ausgeht und potentiell gefährlich ist, gegen das man sich im besten Falle also zur Wehr setzen können muss. Lust und Neugier als treibende Kräfte und Genuss auch für Frauen wird selten erwähnt.

Gleichzeitig wird Kindern im Allgemeinen beigebracht, dass sie sich den Wünschen von Erwachsenen zu beugen haben, sie nicht unhöflich sein sollen und auch sonst ihr Befinden nicht besonders relevant ist, zumindest nicht, wenn das unbequem ist. … weiter


Leseempfehlung:

Joris Kern: Konsens als radikale Kultur von Wertschätzung, Kontakt und Verletzlichkeit


Grafik: ArtsyBee, pixabay.com; Lizenz: CC0

 

Mitteilung: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Immer mehr Geflüchteten gelingt die Integration in das deutsche Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin auf der Basis einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von Geflüchteten, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind. In den Jahren 2016 und 2017 wurden dafür jeweils rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befragt, knapp 3.000 von ihnen waren bei beiden Befragungswellen dabei. … weiter


Quelle:
www.iab.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Sich von dem ernähren, was regional wächst – was heute in Mode ist, war für den Urmenschen alltäglich. WissenschaftlerInnen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt haben jetzt anhand von fossilem Zahnschmelz herausgefunden, dass die frühen Urmenschenarten Homo rudolfensis und sogenannte Nußknacker-Menschen Paranthropus boisei, die vor 2,4 Millionen Jahren in Malawi lebten, überraschend anpassungsfähig waren und ihren Speiseplan gemäß regionaler Ressourcen änderten. Diese Flexibilität hat zu ihrer erfolgreichen Ausbreitung beigetragen.

Die neuen Ergebnisse aus dem südöstlichen Afrika schließen eine bedeutende Wissenslücke, berichten die Forschenden aktuell im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“. … weiter


Quelle: www.senckenberg.de

Mitteilung: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropologie kombinierte Daten von fossilen Schädeln, Gehirnscans und genetische Daten miteinander. … weiter


Quelle:
www.eva.mpg.de
www.idw-online.de

von Götz Eisenberg

Es ist eine Erfahrung, die wir immer häufiger machen: Man dreht etwas kurz den Rücken zu und wenn man sich wieder rumdreht, ist es verschwunden. War da nicht neulich noch ein Papiergeschäft, dort ein Blumenladen? Standen da vor kurzem nicht noch Bäume?

Dieser Tage wird uns das mit dem Antiquariat in der Bahnhofstraße so gehen. Nach sieben Jahren werfen die Betreiber das Handtuch. Der Laden ernährte sie eher schlecht als recht und nur um den Preis einer intensiven Selbstausbeutung. Sie empfanden den Laden mehr und mehr als Mühlstein um ihre Hälse und erhoffen sich von seiner Schließung ein Mehr an Freiheit und Zeit für Dinge und Tätigkeiten, die ihnen wichtig sind. Zum Beispiel für ihr politisches Engagement und das Lesen von Büchern. … weiter


  Mehr von Götz Eisenberg lesen? Hier sind seine beiden letzten Texte – einer über die Entwicklung der Grünen und der andere über die Gefahren, die mit der Digitalisierung auf uns zukommen können:


Foto: ovelyheewon, pixabay.com. Lizenz: CC0

 

 

von Imago

Die Inhalte meiner hier nun folgenden Texte stehen, auch wenn sie auf den ersten Blick von ganz verschiedenen Themen zu handeln scheinen, sehr wohl in Verbindung miteinander! Sie sind – ganz unserer heutigen Zeit entsprechend – mitunter etwas „sperrig“ und vielleicht auch nicht immer ganz leicht zu verstehen, haben jedoch stets einen Wahrheitsgehalt, an dessen Verbreitung mir sehr viel liegt.

Da in unserer heutigen Zeit so vieles immer komplizierter werdend bereits so sehr im Argen liegt, dass wir uns nun schon sehr dicht am Abgrund befinden, die Zeit also immer mehr drängt und es mir auch nicht darum geht, mit meinen Texten einen Schönheitspreis zu gewinnen, möchte ich nun nicht länger „daran herumfeilen“, sondern sie nun einfach als das veröffentlichen, was ich für wirklich bedenkenswert und sehr wichtig halte. … weiter


Foto: xusenru, veränd. Red. Auswege, pixabay.com. Lizenz: CC0