Mitteilung: Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Viele Geflüchtete entwickeln körperliche und psychische Beschwerden, wenn sie „angekommen“ sind. Schlafstörungen, Herzrasen oder Unruhe können Anzeichen der Verarbeitung schwieriger Ereignisse sein. Was betroffene Menschen dagegen tun können, zeigt ein Kurzfilm des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI).

„Flucht und Migration – Selbsthilfe“ illustriert als Cartoon in 13 Sprachen, was Betroffene tun können: In eine Chilischote beißen zum Beispiel, um unangenehme Gefühle zu vertreiben oder feste Schlafenszeiten einhalten, um besser durch die Nacht zu kommen. Der Film fordert sie aber auch auf, sich Hilfe zu holen, wenn ihre Beschwerden sich nicht bessern oder zu stark sind.

Das MPI hat den 2,5 Minuten langen Film im Rahmen seines Projektes RefPsych produziert, unterstützt wurde er von der Max-Planck-Förderstiftung. Er soll sich wie der erste Kurzfilm online über Social Media-Kanäle verbreiten, um möglichst viele Geflüchtete sowie ihre Helfer zu erreichen. Im ersten Teil geht es darum, über mögliche körperliche und psychische Symptome nach Flucht und Migration aufzuklären, zur Entlastung und als Aufforderung, sich Hilfe zu holen.

Der Link zu den Filmen sowie weitere Infos zum Projekt:

http://www.psych.mpg.de/refpsych.


Quelle:
PM v. 7.3.2019
Anke Schlee
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
www.psych.mpg.de

von Georg Schuster*

Der neue Aufsatz beginnt mit einem Zitat: “Wie leicht wäre es doch, wenn sich das Problem mit der AfD durch Geld lösen ließe.“ (FAZ)

Geld scheint also nichts zu nützen, und so versucht Georg Schuster dem Problem  “Migration und Rechtspopulismus” anderweitig auf die Schliche zu kommen. Er untersucht in sechs Kapiteln die Umstände zu klären: Nicht alle Sympatisanten der Flüchtlingsbewegung und der Willkommenskultur haben sich ihre Argumente gut überlegt. Nicht alle Publizisten und Wissenschaftler, die gegen den Rechtspopulismus anschreiben,  treffen mit ihren Formulierungen den Kern der Probleme. Und was haben wir den Rechten und dem Mainstream zu sagen?

Der Text besteht aus sechs Teilen, die auch unabhängig voneinander zu lesen sind:

  1. Ein Septembermärchen – Dichtung und Wahrheit
  2. Was Befürworter der „Willkommenskultur“ gegen Fremdenfeindlichkeit einwenden
  3. Wie sich besorgte Publizisten den Rechtspopulismus erklären
  4. Was den Rechten zu sagen wäre
  5. Haben die Arbeiter ein Vaterland?
  6. Was in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist

Der Autor schreibt am Ende seines Aufsatzes: “Das, was als „Rechtsruck in Deutschland und Europa“ bezeichnet wird, muss schon seine Grundlage im politischen Mainstream haben, damit der Rechtpopulismus flächendeckend in die Parlamente einziehen kann.”

zum Anfang des Aufsatzes


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Foto: photosforyou, pixabay.com, Lizenz: CC0

Mitteilung: Pro Asyl

Die Asylpolitik von Bundesregierung und Europäischer Union zeichnet sich durch menschenverachtende Abschottung aus. Amnesty International und PRO ASYL fordern die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, sich wieder an geltendes Recht zu halten und Verantwortung für den Flüchtlingsschutz in Europa zu übernehmen.

»Europa ist mitverantwortlich für Folter und Misshandlung von Migranten und Flüchtlingen in libyschen Gefängnissen, wenn es die libysche Küstenwache aufrüstet und trainiert«, sagt Franziska Vilmar, Asylpolitik-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. Amnesty International und PRO ASYL fordern die EU-Mitgliedstaaten auf, jeden Menschen im Mittelmeer aus Seenot zu retten und in einen sicheren Hafen in Europa zu bringen. »Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören. Wer Rettung verhindert, nimmt Tote in Kauf«, sagt PRO-ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Weiterlesen »

18. September 2018 · Kommentare deaktiviert für Studie zum Einfluss des Engagements für Geflüchtete auf das Gerechtigkeitsempfinden · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , ,

Mitteilung: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Immer dann, wenn soziale Konflikte bestehen, rücken Gerechtigkeitsfragen in den Mittelpunkt. Dies gilt auch für den Umgang mit Geflüchteten und den damit verbundenen Herausforderungen in den aufnehmenden Ländern. Welche Gerechtigkeitsmaßstäbe kommen zum Tragen, wenn es etwa um die Verteilung von Ressourcen und die Bereitschaft zum persönlichen Engagement geht?

Dies untersuchte die Professur für Sozial- und Organisationspsychologie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) über eine nicht-repräsentative Online-Umfrage bei rund 300 Personen – darunter sowohl Menschen, die in der Flüchtlingshilfe engagiert sind, als auch solche, die sich bislang nicht engagiert haben. … weiter 


Quelle:
www.ku.de
www.idw-online.de

16. September 2018 · Kommentare deaktiviert für Todesursache: Flucht · Kategorien: Termine und Aktionen · Tags: , ,

Todesursache: Flucht. Eine unvollständige Liste – das Projekt

In den vergangenen 25 Jahren sind mehr als 35.000 Menschen auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen.

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2018 wollen wir die Liste der Toten (die belegten Fälle) in Buchform herausgeben. Zusammengestellt wurde die Liste von der Organisation UNITED for Intercultural Action in Amsterdam. Die meisten Toten sind ohne Namen verzeichnet. Überlebende haben uns einige Namen genannt, die wir einfügen. Wir wollen die Menschen, die sie waren, dem Vergessen entreißen, um das Ausmaß dieser Tragödie besser zu fassen zu bekommen – und der Debatte um Flucht und Tod wieder ein menschliches Antlitz geben.

Die mehr als 300 Buchseiten umfassende Liste wird um kurze Porträts von einigen der Gestorbenen, Berichte von Überlebenden und Beiträge von prominenten Unterstützer*innen des Projekts ergänzt.

Das Buch soll in einer Startauflage von mindestens 10.000 Exemplaren gedruckt und am 10. Dezember 2018 von Verbänden, Initiativen und Projekten, aber auch im Handel kostenlos verteilt werden, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Nach dem 10. Dezember soll es für 5,- Euro verkauft werden.

Am Wochenende vor dem Internationalen Tag der Menschenrechte möchten wir alle Glaubensrichtungen zu Andachten für die Menschen auf der Liste anregen. Am Internationalen Tag der Menschenrechte möchten wir Marathonlesungen der Liste in Theaterhäusern und andere Veranstaltungen initiieren. (Quelle: https://flucht.hirnkost.de/das-projekt )

Hier sind die Daten zum Buch: Weiterlesen »

02. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Menschenrechte müssen im Mittelpunkt des Handelns stehen – ein Zwischenruf nach der “Nürnberger Erklärung” · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

Migrantenorganisationen, Kirchen und DGB haben in Nürnberg einen gemeinsamen Zwischenruf veröffentlicht. Die Basis für diesen Zwischenruf war die „Nürnberger Erklärung“ zum Thema Flucht, Asyl und Menschenwürde aus dem Jahr 2017.

Auf der Seite der GEW Ansbach wurden die Nürnberger Erklärung und der Zwischenruf veröffentlicht:

Zwischenruf downloaden

Download der Nürnberger Erklärung von 2017