Neurokognitive Studien zeigen, dass die Beurteilung von Personen auch durch explizit unsichere Informationen stark beeinflusst wird

Mitteilung: Humboldt-Universität zu Berlin

Wörter und Phrasen wie „angeblich“, „mutmaßlich“ oder „wird verdächtigt“ werden in der alltäglichen Kommunikation, in den sozialen Medien und in der Medienberichterstattung über Personen häufig verwendet, um den zweifelhaften Wahrheitsgehalt von Informationen zu signalisieren. Diese Begriffe haben sogar eine juristische Funktion und sollen falsche Beschuldigungen, Vorverurteilungen und Verleumdungen verhindern.

Bislang war jedoch wenig darüber bekannt, wie unser Gehirn verbal kommunizierte Personeninformationen von fragwürdiger Zuverlässigkeit verarbeitet und wie diese unsere Urteile beeinflussen. Berücksichtigen wir die Unsicherheit der Informationen, um unser anhand negativer Aussagen über eine Person gebildetes Urteil abzumildern und um Fehlurteile zu vermeiden? Obwohl wünschenswert, scheint dies gerade nicht automatisch der Fall zu sein, wie die Evidenz aus neurokognitiven Studien zur Personenbeurteilung zeigt. … weiter


Quelle:
www.hu-berlin.de
www.idw-online.de

09. November 2017 · Kommentare deaktiviert für Nachahmung des Gegenübers führt zu höherer Beliebtheit beim Kennenlernen · Kategorien: mens sana in corpore sano · Tags: , , , ,

Studie: Universität Leipzig

Die spontane Nachahmung des verbalen und nonverbalen Verhaltens des Gegenübers – soziales Mimikry – ist eine unbewusste Strategie, um Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Wir ahmen beispielsweise den Akzent, die Mimik, die Gestik oder die Haltung der anderen Person nach. Inwieweit unterscheiden sich Menschen in ihrem Nachahmungsverhalten und welchen Einfluss hat das auf die Sympathie beim Kennenlernen?

Das haben Forscher der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin in einer gemeinsamen Studie untersucht und ihre Ergebnisse jetzt in der renommierten Fachzeitschrift “Psychological Science” veröffentlicht. … weiter

Quelle: www.uni-leipzig.de