von Georg Schuster*

„Auf die Frage, was von 1968 geblieben ist,
soll [der Sozialphilosoph] Jürgen Habermas geantwortet haben:
[die ehemalige CDU-Ministerin] Rita Süssmuth.“
(die zeit u.a.)

Wechselhafte und konkurrierende Deutungen erfährt das Jahr 1968 anlässlich seiner Jubiläen nicht nur in Deutschland. Nicolas Sarkozy zum Beispiel bestritt im Wahlkampf 2007 dem Erbe vom Pariser Mai 68 die Reputation, weil es einen „intellektuellen und moralischen Relativismus etabliert“ sowie „Werte und Ordnung namentlich im Schulwesen zerstört“ habe (europe1.fr 20.10.17; eig. Übers.). François Hollande dagegen verteidigte die Bewegung, welche „das Streben der Jugend“ zum Ausdruck brachte, „die schon damals glaubte, eine andere Welt sei möglich“. Emmanuel Macron schließlich, der sich auch mal mit Daniel Cohn-Bendit sehen lässt, möchte „ohne Dogmen und Vorurteile“ auf dieses Jahr zurückkommen und „Lehren ziehen“, „denn 68 war die Zeit der Utopien und Desillusionierungen, wo es uns heute an Utopien mangelt“. … weiter


*Es handelt sich um ein Pseudonym. Der richtige Name des Autors ist der Redaktion bekannt.


 

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