“Und also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss”
(Wilhelm Busch)

War das Mathe Abi 2019 zu schwer?

Zu dem Interview von Mathelehrer Hartmut Stäker in der SZ – eine kritische Stellungnahme meinerseits

von Klaus Hecker

So ganz richtig liegt da Busch/Lehrer Lämpel nicht: Es geht nicht einfach um lernen überhaupt, sondern um lernen pro Zeit, und das verwandelt nicht nur die Gegenstände, sondern auch die beteiligten Charaktere. Diese These sei hier vorangestellt mit dem Anspruch, dass sie nicht gleich zu Anfang, aber am Ende der Ausführungen als mindestens verständlich, wenn nicht sogar für überzeugend angesehen rezipiert werden kann. … weiter

 

1 Kommentar

  1. Horst Lehnert

    Ich habe den Artikel in der SZ nicht gelesen, gehe aber mal davon aus, dass Klaus Hecker zutreffend zitiert. Erstaunt und auch etwas erschüttert versuche ich die Argumentationsstruktur des Herrn Stäker zu würdigen. Es könnte ja sein, er versucht uns nur zu verdeutlichen, dass ein Studium der Mathematik sinnlos ist. Wie kann eine Person, die eigentlich in der formalen Logik zu Hause sein müsste, solch einen Unsinn veröffentlichen?
    Ich versuche es mal mit einem Beispiel. Ich kann schwimmen, ich kann es aber nur für einen Kilometer. Ein Schiffskapitän fragt mich, ob ich denn schwimmen könne. Wahrheitsgemäß antworte ich mit ja. Dann können sie ja die zwei Kilometer zum Ufer schwimmen, ich nehme derweil das Rettungsboot.
    Die Unzulänglichkeiten bei der zentralen Aufgabenstellung für das Abitur hat Klaus Hecker ja schon beschrieben. Ein weiteres Beispiel: Abitur im Fach Wirtschaft. 09.20 (die Schüler und Schülerinnen schrieben bei uns schon seit 08.00 Uhr) wurde eine Zahl in der Aufgabenstellung korrigiert, 10.20 Uhr wurde diese Zahl erneut geändert. Dieses Verfahren wäre außerhalb der Schule durchaus Anlass, die Berufswahl zu überdenken. Klaus Hecker und ich waren an derselben Schule. Auch ich hatte im Abi in Mathe eine 2.