Brandrodung (nicht Waldbrände) im Amazonas

Ein Kommentar von Klaus Hecker

Aha, die G7 erklären sich für die Brandkatastrophe für zuständig und orakeln über helfende Maßnahmen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, sie haben sich auch in der Vergangenheit für zuständig erklärt – und nicht nur das. Sie haben etwas mit den Zuständen, wie sie dort unten herrschen, zu tun. Das ist der wahre Wortsinn von zuständig. … weiter


In eigener Sache: Mit diesem kleinen Einwurf möchte ich der main-stream Berichterstattung eine alternative Sichtweise entgegenstellen. Will ich das zeitnah unter meinen persönlichen Bedingungen leisten, schaffe ich es nicht, die diversen Hinweise auszuarbeiten, gute Zitate einzufügen etc. .

Anders formuliert: Dieses ist ein Auftrag an den interessierten Leser hier weiterzudenken und wenn er das tut, am besten das auch mir und Anderen mitzuteilen. Damit hätten wir hergeleitet, warum unter den Artikeln immer so ein Kästchen steht, benannt mit „Kommentar“.

Also lieber Leser, kommentiere, treibe die hier formulierten Gedanken weiter – für dich, mich, alle. Überflüssig zu erwähnen, dass auch Kritik, Widerspruch oder was auch immer erwünscht ist.

Klaus Hecker


Bild: Jonny Lindner auf Pixabay

 

1 Kommentar

  1. Claudia Reuther

    … zu Bolsonaro pfui – Merkel und die G7 hui

    Hier auch noch zusätzlich ein paar Zahlen zu Soja- und Rindfleischexporten aus Brasilien in die EU. Und nicht zu vergessen ist auch das deutsch-brasilianische Energieabkommen zu Biokraftstoffen, für die ja auch vorher gerodet und/oder verbrannt werden muss (die hinterher auch gut brennen).
    Auch Irland ist als Rindfleischexporteur neben Frankreich von der Konkurrenz aus Brasilien betroffen, aber natürlich treten beide an erster Stelle als hochmoralische Klimaschützer auf und drohen deshalb mit einer Aussetzung der Ratifizierung von Mercosur. Macron hat zudem wieder Gelegenheit, allen und besonders Deutschland zu zeigen, dass er ganz sicher der bessere Anführer der EU wäre.

    Folgende Zitate aus dem Newsletter von http://www.german-foreign-policy.com vom 26.8. über die Regenwaldbrände mit den entsprechenden Zahlen:

    Die deutsch-brasilianische Agrarkooperation
    Freilich kooperieren Deutschland und die EU schon lange mit Brasiliens Agrarindustrie, ohne sich durch deren brutales Vorgehen gegen Umwelt und indigene Bevölkerung abschrecken zu lassen. So importiert die EU seit vielen Jahren große Mengen an brasilianischem Rindfleisch. Im Jahr 2018 stieg das Volumen nach einem Einbruch, der durch einen Gammelfleischskandal verursacht worden war, wieder an und erreichte laut brasilianischen Statistiken 118.317 Tonnen.[4]
    Über 80 Prozent der deutschen Sojaeinfuhren kommen aus Südamerika, insbesondere aus Brasilien. Das Land ist insgesamt der größte Agrarlieferant der EU, deren Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr 14,5 Milliarden Euro für Produkte der brasilianischen Agrarindustrie bezahlten.[5]
    Die Bundesregierung fördert die Agrarkooperation bereits seit Jahren. So kommt seit 2003 die deutsch-brasilianische Arbeitsinitiative Agribusiness und Innovation einmal pro Jahr im Rahmen der deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage zusammen. Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kooperieren mit brasilianischen Institutionen in der Agrarforschung, während im Rahmen des deutsch-brasilianischen Energieabkommens auch eine Arbeitsgruppe Biokraftstoffe tätig ist.[6]”

    [4] Josef Koch: EU importiert wieder mehr Rindfleisch aus Brasilien. agrarheute.com 25.01.2019.
    [5] Fleischkonsum befeuert die Brände am Amazonas. t-online.de 24.08.2019.
    [6] Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit. bmel.de 02.03.2015.

    Quelle: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8023/

    Hinweis: Der Newsletter kann übrigens auch abonniert werden:
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    Claudia Reuther