05. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Bundeswehr raus aus den Kinderzimmern · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Mitteilung: Norbert Müller, Fraktion DIE LINKE im Bundestag

„Bei Youtube kann man sich jetzt ansehen, was bei den gerügten Beratungsverträgen des Verteidigungsministeriums so heraus kommt. In einer Mischung aus Actionspiel und Rammstein-Video wird vor allem jungen Menschen der Soldatenberuf verkauft – hip und mit dröhnenden Bässen statt aufklärend und glaubwürdig“, erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum Start der Youtube-Serie „Survival – Sieben Offiziere. Eine Mission“ (1) über die Einzelkämpferlehrgänge der Bundeswehr. Müller weiter: Weiterlesen »

16. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Minderjährige bei der Bundeswehr · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Bundeswehr-Werbung in Schulen verbieten

Miteilung: IPPNW

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre sowie das Verbot jeglicher Bundeswehr-Werbung bei Minderjährigen. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Bundeswehr im Jahr 2018 1.679 Minderjährige rekrutiert, gut ein Fünftel davon waren junge Frauen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl etwas gesunken, bleibt aber weiter auf einem skandalös hohem Niveau.

Die hohe Zahl an Minderjährigen in der Bundeswehr ist das Ergebnis einer aggressiven Werbung der Bundeswehr in Schulen, bei Ausstellungen und Messen, Vorträgen in Jobcentern, Arbeitsagenturen und Berufsinformationszentren. Bei diesen Veranstaltungen wirbt die Bundeswehr insbesondere bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren.

In Youtube-Clips wie »Die Rekruten« oder »Mali« inszeniert die Bundeswehr den Kriegsdienst als Abenteuererlebnis. Unterstützt werden diese Bemühungen durch zahlreiche Aktivitäten in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Snapchat. Dabei wird über die tatsächlichen Folgen von Kriegen hinweggetäuscht.

Als Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erfahren wir mittelbar das Leid, das Kriegseinsätze verursachen. »Menschen und insbesondere Minderjährige vor diesen traumatischen Belastungen zu bewahren, liegt in unserer ethischen Verantwortung«, so Jeremia Weber, Medizinstudent und IPPNW-Mitglied aus Hannover.

Der Einsatz von Jugendlichen unter 18 Jahren als Soldatinnen und Soldaten in bewaffneten Konflikten verstößt gegen den Geist der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Deutschland gehört zu den wenigen Vertragsstaaten, die minderjährige Freiwillige für die Streitkräfte anwerben. Damit macht sich die Bundesregierung in ihren Bemühungen gegen den Einsatz von Kindersoldaten unglaubwürdig.

Ein IPPNW-Schülerinformationsblatt „Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet finden Sie unter

 https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/schuelerinformationsblatt_2018.pdf


PM v. 16.1.2019
Angelika Wilmen
Pressesprecherin
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges (IPPNW)
www.ippnw.de

08. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für “Die Bundeswehr wirbt um Kinder” · Kategorien: Flucht und Migration, Materialsammlungen · Tags: , , , ,

So lautet eine hervorragende Online-Zusammenstellung von terre des hommes hinsichtlich der Arbeit der Bundeswehr an Schulen und der Bereitstellung von Materialien und Links für die Aufklärungsarbeit in Unterricht und Erziehung.

terre des hommes hilft mit Unterrichtseinheiten gegen Bundeswehrwerbung an Schulen, mit einem Antragsformular auf Ersatzunterricht bei Schulbesuch von Soldaten, Schüler- und LehrerInnen-Infoblatt zum Thema “Risiken eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet”, Muster-Leitlinien für Schulen, weitere Materialien zum Themenbereich Krieg- und Flucht sowie Buchtipps und Links.

Mit ein bisschen Stöbern sind zwei, drei Unterrichtsstunden zusammengestellt.

Daten und Fakten, von tdh zusammengestellt

Aktionsvorschläge für Lehrkräfte, z.B. Beantragung von Unterrichtsbefreiung für Schüler_innen mit Antrag auf Ersatzunterricht, Widerspruch beim Meldeamt usw.

Direkt zur Unterrichtsmaterial- und Link-Seite

 

26. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Fragwürdige Bundeswehr-Werbung zum Girls Day · Kategorien: Peripherie · Tags: ,

Mitteilung: terre des hommes

Mit einer fragwürdigen Kampagne betreibt die Bundeswehr am heutigen Girls Day Nachwuchswerbung unter Schülerinnen ab zehn Jahren. In einem Werbespot zermalmt eine Panzerfahrerin cool und lässig einen Kleinwagen, der von einem Mann auf einem Frauenparkplatz abgestellt wurde.

»Die Bundeswehr betreibt seit Abschaffung der Wehrpflicht irreführende Reklame, um Jugendliche für den Wehrdienst zu gewinnen. Stets wird suggeriert, dass es dabei um Spaß und Abenteuer geht. Dass Soldaten bei Kriegseinsätzen hohen Risiken ausgesetzt sind und dabei unter Umständen Menschen töten müssen, wird nicht thematisiert«, sagte Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes. »Auch der Girls Day muss immer wieder für fragwürdige Werbung zum Militärdienst bei Kindern und Jugendlichen herhalten. Dies verletzt die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention und die besonderen Schutzpflichten des Staates gegenüber allen unter 18-Jährigen.« Weiterlesen »

25. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Linke: Keine Minderjährigen zum Bund · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Verteidigung/Antrag – 25.01.2018 (hib 34/2018)

Fraktion Die Linke

Berlin: (hib/AW) Die Fraktion Die Linke will die Rekrutierung von Minderjährigen für die Bundeswehr stoppen. In einem Antrag (19/475) fordert sie die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, um das gesetzliche Mindestalter für die Anwerbung und die Einstellung bei den Streitkräften auf 18 Jahre festzusetzen. Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes soll die Ausbildung von Minderjährigen an der Waffe sofort beendet werden.

Die Linksfraktion beruft sich auf das Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten. Mit seiner Ratifizierung habe sich Deutschland dazu bekannt, das Mindestalter für die Einziehung zum Militärdienst auf 18 Jahre festzulegen. Im Gegensatz zur Mehrheit der Vertragsstaaten nutze Deutschland jedoch die Ausnahmemöglichkeit des Fakultativprotokolls, um Jugendliche auf freiwilliger Basis bereits ab dem vollendeten 17. Lebensjahr für die Streitkräfte zu rekrutieren. So habe sich nach Angaben der Bundesregierung die Zahl minderjähriger Soldaten in der Bundeswehr seit Aussetzung der Wehrpflicht von 689 auf 1.907 im Jahr 2016 erhöht. Nach Ansicht der Linksfraktion gefährdet die Bundesregierung damit die Glaubwürdigkeit ihrer diplomatischen Bemühungen auf internationaler Ebene, den Einsatz von Minderjährigen in bewaffneten Konflikten zu ächten.

 “heute im bundestag” (hib) v. 25.1.2019
Deutscher Bundestag – Parlamentsnachrichten
Verantwortlich: Jörg Biallas

31. März 2014 · Kommentare deaktiviert für Bundeswehr erreicht über 400.000 Jugendliche an Schulen · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

"Schulen werden von der Bundeswehr nach wie vor für Propaganda- und Rekrutierungszwecke missbraucht", erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu den Einsatzzahlen von Karriereberatern und Jugendoffizieren im Jahr 2013 (BT-Drs. 18/912).

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24. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Weiterhin Rekrutierung von Minderjährigen: Bundeswehr muss endlich Kinderrechte respektieren · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags:

Mitteilung: terre des hommes

Die Bundeswehr hat 2012 mehr Kinder unter 18 Jahren rekrutiert als in den Jahren zuvor. Wie aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken hervorgeht, wurden 2012 über 1.200 Freiwillige unter 18 Jahren als Wehrdienstleistende und Zeitsoldaten eingestellt. In den Jahren zuvor waren es jeweils rund 1.000 Jugendliche pro Jahr. Mit dieser Rekrutierung von Kindern unter 18 Jahren verstößt die Bundeswehr gegen die auch von Deutschland ratifizierte UN-Kinderrechtskonvention und verletzt die Kinderrechte.

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20. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Dunkelziffer für psychische Störungen bei Soldaten nach Auslandseinsätzen liegt bei fast 50 Prozent · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

TUD präsentiert Ergebnisse der „Dunkelzifferstudie 2013“

Mitteilung: Technische Universität Dresden

Unter dem Titel „Prävalenz, Inzidenz und Determinanten von traumatischen Ereignissen, Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und anderen psychischen Störungen bei Soldaten mit und ohne Auslandseinsatz“ hat ein Psychologenteam der TUD bereits im Jahr 2011 eine Querschnittstudie mit Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren, abgeschlossen.

Nun liegen auch die Ergebnisse einer Längsschnittstudie vor, die Soldaten unmittelbar vor und durchschnittlich 12 Monate nach Einsatzrückkehr in ähnlicher Weise wie bei der Querschnittstudie untersucht hat. … weiter

Quelle: PM TU Dresden/idw-online.de
gekürzt

17. November 2013 · Kommentare deaktiviert für Den Frieden lehren, nicht den Krieg · Kategorien: Ethik, G-So-Ek, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , , ,

IPPNW gibt Schülerinformationsblatt zu Bundeswehreinsätzen heraus

peaceMitteilung: IPPNW

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW spricht sich anlässlich von zwölf Jahren deutscher Beteiligung am Afghanistankrieg für die ersatzlose Aufkündigung von Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulministerien aus. „Die Öffnung des Schulunterrichts für Programme der Bundeswehr ist mit einer Erziehung zu Frieden und Völkerverständigung nicht vereinbar“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Es stünde Deutschland knapp 100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges gut an, nicht den Krieg, sondern den Frieden zu lehren. … weiter

IPPNW_Soldaten_im Kriegsgebiet

 

 

 

 

unterrichtstipp

 

Download des Arbeitsblattes für SchülerInnen (pdf)

Download des Lehrerinfoblattes (pdf)

 

14. November 2013 · Kommentare deaktiviert für Offener Brief zum Schutz von Kindern und Kinderrechten · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Die Organisationen Deutsches Bündnis Kindersoldaten, Forum Menschenrechte, Arbeitskreis Darmstädter Signal und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft haben an die Bundeskanzlerin am 5.11.2013 einen offenen Brief verfasst und die Nachwuchswerbung der Bundeswehr bei Minderjährigen kritisiert:

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