30. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Wunschlos glücklich? · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , ,

von Gaby Frydrych

Emma wird acht. „Was wünschst du dir denn zum Geburtstag?“, frage ich. „Alle Wünsche sind schon vergeben“, teilt Emma mit, „ich habe keine mehr übrig.“ Ich staune. Ich hatte als kleines Mädchen immer ein paar unerfüllte Wünsche.

So beginnt Gaby Frydrychs Glosse über Kindergeburtstage und die Wünsche der lieben Kleinen. Die Eltern leiden unter dem Stress der richtigen pädagogischen Förderung und ihrer eigenen Stellung in der Familie. Wenn dann noch die Geschenk- und Konkurrenznöte von Patschworkgroßeltern und allen Tanten und Onkel dazu kommen, wird es anstrengend für alle Beteiligten.

Lesen ist angesagt!

©Foto: gifts by blickpixel, pixabay, CC0


 

Weitere Texte von Gaby Frydrych im Magazin Auswege lesen

03. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Schöner, teurer, besser! Ein Event fürs Goldstück · Kategorien: Lebens- und Kulturwege · Tags: , , ,

faces-64171_640_by_geralt_pixabay.com_CC0Jetzt kommt der dritte (und letzte) Sommer- und Ferientext im Jahr 2014. Statt "Ferien" wirft Gaby Frydrych einen Blick auf "neoliberale" Kindergeburtstage. Man spricht auch von "Events". Wenn es um Bespaßung und Förderung des Nachwuchses geht, kennen manche Eltern kein Pardong:

 

Schöner, teurer, besser! 
Ein Event fürs Goldstück

von Gaby Frydrych

Manche Kinder lassen sich mit einer Geburtstagsparty bei McDonalds abspeisen – mit Pappkrone und einem Blick hinter die Kulissen. Andere Kinder müssen sich an ihrem Geburtstag mit Schnitzeljagd, Stockbrot und Lagerfeuer begnügen. Es gibt Eltern, die spielen sogar noch Topfschlagen und „Mensch ärgere dich nicht“ mit den kleinen Gästen. Ein Vater hat sich nicht entblödet und eigenhändig Kasperle-Theater aufgeführt. Peinlich.

Manche Eltern machen es sich sehr einfach und gehen mit der fröhlichen Kinderschar ins Kino, in den Zoo oder ins Museum. Ohne einen Workshop gebucht zu haben! Statt Elefantenkunde und Laubhüttenbau gibt es Cola und Bockwurst. Und ein, zwei Eltern richten gar keine Feier aus. „Die wollen sich nicht blamieren….“   … weiter

©Foto: faces by geralt, pixabay.com, Lizenz: CC0