von Götz Eisenberg

„Aus dem Sumpf des Unbewussten blubbert
wie stinkende schweflige Lava der über viele Jahre
im Zaum gehaltene Antisemitismus wieder hoch. …
Meine Prophezeiung vor Jahrzehnten,
dass die dritte Generation
das Nazitum zurückbringen wird.“
(Imre Kertész)

Die Landtagswahlen vom 13. März 2016 haben uns vor Augen geführt, wie groß das rechtsextreme und antidemokratische Wählerpotenzial in Deutschland ist.

Von anderer Seite und aus anderen Motiven gehen die sogenannten Terroristen gegen die westliche Lebensform vor. In Gefahr gerät die Demokratie aber auch durch die panischen Gegenreaktionen des Staates, der in Namen der Terrorbekämpfung bereit ist, wesentliche Bestandteile des demokratischen Rechtsstaates auf dem Altar der Sicherheit zu opfern. … weiter


logo-text-file

 

Weitere Texte von Götz Eisenberg zum Thema:

Selfies mit Blutflecken

Durch die Seele ein Riss

Mundschutz und Gummihandschuhe – Tagebuch mit Flüchtlingen

1 Kommentar

  1. Hat wirklich jemand in Deutschland geglaubt, nur weil man zwei Weltkriege verloren hat, war und ist die menschenverachtende Ideologie weg? Zumal bereits kurz nach dem Zusammenbruch, unter Adenauer alles dafür getan wurde, die Täter, Mitläufer und Mitwisser davon kommen zu lassen. Sogar Amnestien wurden erlassen, Auslieferungen wurden verhindert usw. Vor diesem Hintergrund, und dessen was sich danach wie ein roter Faden in der BRD durchzog, relativieren, verharmlosen, leugnen usw. Sind doch alles im Geiste dieser Ideologie erfolgt, die noch heute in Teilen der Gesellschaft zum Teil als „richtig und notwendig“ bezeichnet wurde und wird?
    Alleine seit dem Mauerfall haben wir schon wieder lt. Opferverbände ca. 160 Opfer rechter Gewalt in Deutschland gehabt. Auch hier werden die offiziellen Zahlen viel niedriger angesetzt. Alleine im Jahr 2015 hatten wir mehr als 1000 Angriffe auf Flüchtlingsheime und Flüchtlingen, dazu gab es wie viele Sondersendungen? Keine! Wie viele Täter wurden ermittelt? Ganz anders, als es in Köln in der Silvesternacht zu sexuellen Übergriffen kam, gab es innerhalb von 6 Wochen 11 Sondersendungen? Aus der Geschichte etwas gelernt? Vielleicht dass man weiß, wie man anderen die „Schuld“ geben kann. Denn bis heute verzeihen viele Deutsche den Juden den Holocaust nie. Hat man aus den Rostocker Pogromen etwas gelernt? Aus Mölln, Mügeln, Solingen, Lübeck, Hoyerswerda, Dessau und viele Orte mehr etwas gelernt?