von Götz Eisenberg

„Es genügt nicht, dass der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muss sich selbst zum Gedanken drängen“, heißt es beim frühen Marx. Dieses Zitat aus der Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie fiel mir ein, als ich über den rätselhaften Höhenflug nachdachte, den die Partei Die Grünen derzeit erlebt.

Über diesen wird viel spekuliert und phantasiert. Die meisten Kommentatoren neigen dazu, ihn für einen Hype zu halten, ein typisches Phänomen des Medien- und Internetzeitalters. Auf ihrer ständigen Suche nach Sensationen bemächtigen sich die Medien eines Themas und verschaffen diesem auf diese Weise eine große Aufmerksamkeit, die so lange währt, bis sie sich auf das nächste Thema stürzen.

Einiges spricht dafür, dass der Höhenflug der Grünen mehr ist als das. Er wird von objektiven Tendenzen gespeist, die sich hinter dem Rücken der Akteure durchsetzen und ihnen selbst nicht einmal bewusst sein müssen. Ich will versuchen zu ergründen, welche Wirklichkeit sich zum grünen Gedanken drängt. … weiter


Hinweis: Bei dem Text handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte Fassung eines Artikels, der am 5. November auf den Nachdenkseiten erschienen ist.


©Foto: JACLOU-DL, pixabay.com, Lizenz: CC0

1 Kommentar

  1. Ich schätze Götz Eisenbergs Texte sehr (habe sie schon seit einiger Zeit vermisst, ja schon begonnen mir Sorgen zu machen, was mit ihm wohl los ist) und freue mich daher sehr, hier nun wieder einen meiner Überzeugung nach vollkommen zutreffenden und somit ausgezeichneten Artikel von ihm zu lesen. – Sofern er dies hier liest, meinen herzlichen Dank dafür und auch liebe Grüße an ihn und – bitte – noch möglichst lange weitermachen in dieser Weise!

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