10. März 2010 · Kommentare deaktiviert für Elektromobilität: Strom ist der Sprit der Zukunft · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

stromkabel.gifBericht: idw/Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Eine Million Elektroautos sollen in zehn Jahren auf Deutschlands Straßen fahren. So plant es zumindest die Bundesregierung. Wie dieses ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, haben Juristen der Universität Würzburg untersucht. Ihre Empfehlungen liegen jetzt vor. …weiter

20. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Das Geschäft mit der Armut · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , ,

Eine Anklage gegen das Unwesen der deutschen Armutsindustrie

von Brigitte Pick

chef.gifgsf – Alice Schwarzer hat gerade gegen einen gemeinnützigen Frauennothilfeverein Anzeige erstattet, Chefs von anderen Nothilfevereinen fahren mit Samtschals in dicken Autos durch die Gegend und sonnen sich gleichzeitig in ihrer Hilfsbereitschaft und unendlichen Güte. Auf der Welle der zunehmenden Prekarisierung surft zwischenzeitlich eine ganze Industrie und macht satte Gewinne. AUSWEGE-Autorin Brigitte Pick hat deswegen in ihrem Aufsatz die sog. Armutsindustrie unter die Lupe genommen. So beginnt ihr Text:

 

Das Jobcenter vergibt an Arbeitssuchende Ein-Euro-Jobs ohne Ende. Dies geschieht in der Regel sofort, im Gegensatz zu der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Da wird eisern verschwiegen, dass es Vollbeschäftigung nicht mehr geben wird. Deshalb wird dort, wo die Arbeitslosigkeit einstellig ist, schon jubiliert und von Vollbeschäftigung gesprochen. In den meisten Fällen sind die 1 €-Jobs nicht zielgerichtet, um nicht zu sagen überflüssig wie ein Kropf. … weiter

Alle bisher erschienenen Aufsätze von Brigitte Pick

10. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Erinnerung im Alter – Studie über Generation der Kriegskinder · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Bericht: idw/Uni Münster

Endlose Nächte im Bombenhagel, qualvolle Wanderungen, nachdem man aus dem Elternhaus vertrieben worden ist, Vergewaltigung und Bedrohung – die Generation jener, die zwischen 1930 und 1945 geboren worden sind, hat Furchtbares ertragen müssen. Doch nicht jeder wurde von den grausamen Erlebnissen traumatisiert.

Wie zeitgeschichtliche Erfahrungen Menschen und eine Gesellschaft prägen können, haben die Psychosomatiker und Psychotherapeuten Prof. Dr. Gereon Heuft und Prof. Dr. Gudrun Schneider sowie die Soziologen Prof. Dr. Matthias Grundmann und Dr. Dieter Hoffmeister von der Universität Münster in einem interdisziplinären Projekt untersucht. … weiter

27. Januar 2010 · Kommentare deaktiviert für Das Leben ist bunter! · Kategorien: Peripherie · Tags:

dokument.gifgsf – Eine Gruppe von Mitgliedern und Parlamentariern aus SPD, LINKE, Grüne haben am 23.1.2010 eine gemeinsame Erklärung zu einem sozial-ökologischen Umbau verfasst. Für AUSWEGE-LeserInnen zwar ein peripheres, aber wichtiges Thema. Hier zur Dokumentation der Wortlaut der Erklärung:

 

Das Leben ist bunter!
Den Dialog organisieren – Gesellschaftliche Mehrheiten jenseits von Schwarz-Gelb denken!

Die schwarz-gelbe Mehrheit wird spätestens nach den Landtagswahlen in NRW offenbaren, an welchen Stellen sie den Sozialstaat weiter demontieren und die Klimakrise verschärfen wird. Viele Jahre gab es rechnerisch parlamentarische Mehrheiten diesseits von Union und FDP. Aus unterschiedlichen Gründen, unterschiedlichen Meinungen und einer fehlenden gesellschaftlichen Stimmung kamen diese Mehrheiten bislang nicht zustande.

Seit einem Jahr diskutieren Mitglieder und Parlamentarier/innen aus SPD, LINKEN und Grünen miteinander über die gesellschaftspolitische Entwicklung in Deutschland. Wir wollen gemeinsam erörtern, wie es zu gesellschaftlichen und perspektivisch auch zu parlamentarischen Mehrheiten jenseits von CDU/CSU und FDP kommen kann. Dabei wollen wir inhaltliche Gemeinsamkeiten herausarbeiten, kritische Wissenschaftler/innen einbeziehen und auch Unterschiede kenntlich machen.

In dem Papier, mit dem wir die inhaltlichen Debatte beginnen wollen, werden unter anderem folgenden Passagen stehen:

  • „Es geht um neue Ideen für die Energiewende, die ökologisch alternativlos ist und Versorgungssicherheit garantiert, Verbraucherinteressen berücksichtigen muss und regional verankert sein sollte.“
  • „Um Gerechtigkeit zu schaffen, brauchen wir den Mut zu mehr Umverteilung und den Abschied von alten Denkmustern“.
  • „Wir sind uns einig in unserer Forderung nach mehr direkter Demokratie und nach Demokratisierung des Bildungs- und Wirtschaftssystems.“

In den nächsten Monaten wollen wir erste Ansätze eines „Sozial-Ökologischen Umbaus“ diskutieren.

Als Schwerpunkte sehen wir:

  • Die Entwicklung einer solidarischen Bürgerversicherung
  • Eine durchgreifende ökologische Erneuerung
  • Ein sozial gerechtes Land, mit Mindestlöhnen und einer Grundsicherung
  • Eine demokratische Offensive für die Grundrechte und direkte Demokratie
  • Soziale Gerechtigkeit darf sich nicht in Umverteilung erschöpfen

Zu diesen Themen werden wir öffentliche Foren organisieren und dabei zivilgesellschaftliche Akteure einbinden. Wir wissen, dass ein rot-rot-grünes Bündnis mehr unter Druck stehen würde, als jede andere Konstellation. Deshalb wollen wir die Debatte jetzt beginnen.

Wir freuen uns auf konstruktive Diskussionen, breite Mitarbeit und bitten, die Mitglieder unserer Parteien und Fraktionen sich an der Diskussion zu beteiligen.

Marco Bülow (SPD)
Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen)
Jan Korte (DIE LINKE)
Stefan Liebich (DIE LINKE)
Nicole Maisch (Bündnis 90/Die Grünen)
Angela Marquardt (SPD)
Frank Schwabe (SPD)
Halina Wawzyniak (DIE LINKE)

Quelle: http://www.stefan-liebich.de

20. Januar 2010 · Kommentare deaktiviert für Projektgruppe “Zwangsarbeit” · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Die Homepage der Projektgruppe "Zwangsarbeit" mit Sitz in Berlin ist online:

Wer das Erinnern nicht kultiviert, fördert das Vergessen.

Zwölf Millionen Menschen aus ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkriegs im nationalsozialistischen Deutschland Zwangsarbeit leisten. Die betroffenen Männer, Frauen und Kinder wurden aus ihren Heimatländern verschleppt oder als Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge zwangsrekrutiert, um Sklavenarbeit für die selbst ernannten „Herrenmenschen“ zu verrichten. …

Während die Geschichte und die Geschichten der Zwangsarbeiter in größeren Städten weit gehend erforscht und in Ausstellungen veröffentlicht wurden, hat das Schicksal der Deportierten in den ländlichen Regionen Deutschlands noch wenig Beachtung gefunden.

Die Projektgruppe „Zwangsarbeit” will diejenigen in den kleineren Kommunen unterstützen, die gegen das Vergessen eintreten, die zumeist unausgewertete Archive vor Ort sichten und in Gesprächen mit Zeitzeugen die oft ganz eigene „Sklavengeschichte” der Region entdecken und dokumentieren. …

Es ist fünf vor zwölf – die ehemaligen Zwangsarbeiter sind heute meist über 80 Jahre alt und werden nicht mehr lange von ihren Erfahrungen berichten können. Ihre Erinnerungen machen Geschichte aber erst lebendig und unmittelbar – vor allem für die jüngeren Generationen. …

Hier geht's zur Homepage!

11. Januar 2010 · Kommentare deaktiviert für Immer weniger traditionelle Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland · Kategorien: Peripherie · Tags: , , ,

Ergebnisse einer aktuellen Arbeitsmarktstudie der Bertelsmann Stiftung
Bericht: idw / Bertelsmann Stiftung

Die Zahl der traditionellen Beschäftigungsverhältnisse ist in Deutschland seit 2001 im internationalen Vergleich stark zurückgegangen. Dagegen nahm der Umfang von Teilzeitjobs und befristeter Beschäftigung deutlich zu. Dies zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die gemeinsam mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erstellt wurde. … weiter

22. Dezember 2009 · Kommentare deaktiviert für DGB gründet GEGENBLENDE · Kategorien: Peripherie · Tags: ,

DGB.gifgegenblende.gifWir freuen uns, den AUSWEGE-LeserInnen das neue Debattenmagazin GEGENBLENDE vorzustellen. Den KollegInnen von DGB wünschen wir alles Gute und viel Erfolg. Die Gründung des Magazins ist unserer  Meinung nach ein wichtiger und notwendiger Schritt.

Lassen wir Dr. Kai Lindemann (verantwortlicher Redakteur der GEGENBLENDE) selbst zu Wort kommen:

Der Deutsche Gewerkschaftsbund schließt mit dem neuen Online-Magazin eine Lücke in der politischen Diskussion über die Zukunft unserer Gesellschaft, die vormals von den “Gewerkschaftlichen Monatsheften” besetzt wurde. GEGENBLENDE will die konstruktive Auseinandersetzung zwischen gewerkschaftspolitischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung stärken.

Und an anderer Stelle schreibt er weiter:

GEGENBLENDE greift aktuelle Debatten auf und spitzt sie zu. Diese gewerkschaftspolitisch wichtigen Diskussionen werden alle zwei Monate in einer thematischen Schwerpunktausgabe erscheinen. Es werden jedoch permanent neue Beiträge, Rezensionen, Ausstellungsbesprechungen, Konferenzberichte und Erwiderungen aus der Praxis auf GEGENBLENDE veröffentlicht. Es dient als Diskussionsplattform für die Wissenschaft, die Gewerkschaften und die breite interessierte Öffentlichkeit. Alle Beiträge können kommentiert werden.

In der ersten Ausgabe von GEGENBLENDE können Sie Beiträge zum Thema “Wohin treibt Deutschland mit der Krise?” lesen. Wir wünschen einen möglichst großen Lesegewinn. Hier geht’s lang!

 

12. Oktober 2009 · Kommentare deaktiviert für Lieben Sie Prozesse? · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

zug2Anregungen, um Prozesse zu verbessern – durchaus auch für soziale Organisationen
von Christian Koch

"Gemeint sind hier nicht Gerichtsprozesse, sondern betriebliche Abläufe. Und für diese gilt das eherne Gesetz: Was schief gehen kann, geht auch schief. Auf englisch lässt sich dies noch knapper formulieren: shit happens. Vier Beispiele aus dem für seine katastrophale Organisation wahrscheinlich bekanntestem deutschen Unternehmen mögen dies illustrieren. Prozesse schrittweise zu verbessern, macht Spaß. Was können wir den Beispielen als Anregungen, durchaus auch für soziale Organisationen, entnehmen? Die Leistungen werden preiswerter und besser. Steigende Kundenzufriedenheit ist der Dank für Ihre Mühen." Christian Koch von socialnet formuliert seine Vorstellungen zur Prozessverbesserung. … weiter 

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Arbeitslose Männer für Rechtsextremismus empfänglich · Kategorien: Peripherie

wahl2FDP und Grüne Parteien der Besserverdiener
Bericht: Uni Leipzig

Arbeitslosigkeit ist dazu angetan, vor allem Männer in die Arme von Rechtsextremisten zu treiben: 33 Prozent der Wähler von NPD, Republikanern und DVU sind nach einer repräsentativen Studie der Selbständigen Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig arbeitslos. Und fast zwei Drittel (63,6 Prozent)der Anhänger der rechtsextremen Parteien sind Männer. Allerdings haben die meisten Arbeitslosen der Studie zufolge nicht die Absicht, zur Wahl zu gehen; 29,7 Prozent sind nach eigenen Angaben Nichtwähler. Wenn sich Arbeitslose jedoch für eine der im Bundestag vertretenen Parteien entscheiden, hat die SPD mit 22,7 Prozent die Nase vorn, während CDU/CSU und DIE LINKE mit 13,4 und 12,8 Prozent deutlich dahinter liegen. … weiter

20. September 2009 · Kommentare deaktiviert für Freiheit und Sozialismus · Kategorien: Peripherie

"Sozialismus ist demokratisch oder er ist kein Sozialismus – Freiheit und Sozialismus! Spätestens mit dem Bau der Mauer am 13. August 1961 endete der Versuch, demokratischen Sozialismus in einem Teil Deutschlands zu etablieren. Ein Sozialismus, vor dem Menschen flüchten, ein Sozialismus, der von den Menschen nicht gewollt wird und der seine Menschen einsperrt, ist kein Sozialismus. (…)"

Halina Wawzyniak,
stellvertretende Parteivorsitzende von "Die Linke" zum 48. Jahrestag des Mauerbaus in einer Presserklärung von "Die Linke" v. 13.9.2009