01. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Eine etwas andere Buchbesprechung: vier Vorschläge für die Analyse von Sachtexten aus Freerk Huiskens Neuausgabe des Standardwerkes „Erziehung im Kapitalismus“ · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , ,

von Uwe Findeisen

Seit 1991 nun schon ist das grundlegende Werk über die Erziehung im Kapitalismus veröffentlicht, in dem eine systematische Darstellung eines Bereichs des gesellschaftlichen Lebens durchgeführt ist. Von der Darstellung der Erziehungswissenschaft und ihrer Abteilungen (Pädagogische Anthropologie, Erziehungsziele, Pädagogische Psychologie, Sozialisationstheorie, Bildungstheorie und Didaktik, Pädagogik) über die Institution Schule (staatliches Ausbildungsmonopol, Volksbildung und Leistungsvergleich, Selektion und Notengebung, Bildungsstufe und Berufschancen) und die Lerninhalte (Lesen, Schreiben, Rechnen, Sachkunde, Gesellschaftslehre usw.) bis zur Bildungspolitik (Bildungskatastrophe nach Picht, PISA-Schock) und den Alternativschulen (Waldorfschulen, Freilerner- und Schulverweigerer-Bewegung) wird mit der systematischen Analyse auch die Widersprüchlichkeit dieser Bereiche und damit ihre Kritik für den Leser aufgeschlüsselt.

Die Neuausgabe enthält nun eine bis ins Jahr 2016 gehende Aktualisierung, und auch wenn es ein wissenschaftlicher Text ist, so können doch seine Aussagen gut für Schüler genutzt werden, wenn es um die Analyse von Sachtexten geht.  … weiter

23. November 2016 · Kommentare deaktiviert für Zum Wahlsieg des Donald Trump · Kategorien: Peripherie, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

von Brigitte Pick

Randnotizen.gifDie Leitmedien übergießen das Land mit einem politisch korrekten Lamento ohnegleichen über das Desaster der Wahlen in den USA und den Sieg des Trumpschen Wahlteams, das mit den Bandagen des Reality TVs kämpfte und siegte.

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Man spricht ihm sowohl Sinn als auch Verstand ab, ein Nichtswisser, ein Populist. Der Ku-Klux-Clan wird wieder durch die Straßen marschieren etc. Die weißen Amerikaner ohne Hochschulabschluss verschafften Trump den Sieg, wird als Vorwurf formuliert. Zurück zum Klassenwahlrecht ist die Alternative. … weiter

 


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weitere Aufsätze von Brigitte Pick im Magazin Auswege

29. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Armut als Webfehler des Kapitalismus: Krieg den Hütten, Frieden den Palästen! · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , ,

von Brigitte Pick

Volker Braun schrieb nach der Kehre 1989 den berühmten Vers unter dem Titel „Das Eigentum“ in Umkehrung des von Georg Büchner 1834 verfassten Losung an das Landvolk im Hessischen Landboten: Friede den Hütten, Krieg den Palästen. „Da bin ich noch: mein Land geht in den Westen. Krieg den Hütten, Friede den Palästen.“

1972 war ich für einige Wochen in den USA, auf dem Land nahe bei Chicago. Viele Eindrücke von damals habe ich bis heute nicht vergessen und hielt sie viele Jahre bei uns nie für vorstellbar. Die Zeit lehrte mich anderes. Einige Eindrücke will ich ungefiltert wiedergeben. In den Stadtvierteln der Schwarzen in Chicago türmte sich der Müll. Die private Müllentsorgung war privat, die Bewohner konnten sie nicht bezahlen, also blieb der Müll liegen.

Die Lehrer waren alle in den Sommerferien in den Schulen anzutreffen, sie erledigten Nebenjobs, um sich Geld zu verdienen, denn die Ferien wurden nicht bezahlt. Heute haben wir Aushilfslehrer, denen es ähnlich geht. … weiter


… und hier geht es zu Brigitte Picks weiteren Aufsätzen im Magazin Auswege

12. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Wie hältst du es mit dem Kapitalismus? · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

von Brigitte Pick

Der Kapitalismus gerät mehr und mehr in Verruf. Der Journalist und Wertekonservative Frank Schirrmacher empört sich in seinem Buch „Ego“ über die menschenverachtende Wirtschaftsform mit ihren Exzessen, und so ist die Kritik im Herzen des Kapitalismus angekommen, wie Jakob Augstein schreibt. …

So beginnt Brigitte Picks Aufsatz über den Zustand des Kapitalismus. Den Anlass dazu lieferte der Tod von Hugo Chávez, der bisherige sozialistische Präsident Venezuelas. Sein Wirken samt (Aus-)Wirkungen beschreibt sie am Ende ihres Aufsatzes. Die Autorin untersucht zunächst das Wirtschaftsmodell “Kapitalismus”, lässt die marxistische Staatstheorie zu Wort kommen, untersucht das System der Staatsschulden und die Rolle der Finanzjongleure, das Unwesen der Kreditgeber und den Wachstumszwang. Anschließend beschreibt sie die Mechanismen der Todes- und Pharmaindustrie im Land. Den ganzen Aufsatz lesen

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Alle im Magazin AUSWEGE erschienen Artikel von Brigitte Pick zeigen

Weitere Aufsätze (Auswahl) zu den Themen Kapitalismus, Finanzmarktkapitalismus:

Die Ware im Kapitalismus – oder kann man von Marx heute überhaupt noch etwas lernen? v. Uwe Findeisen

Ende und Verfall des öffentlichen Lebens v. Brigitte Pick

The Story of Stuff. Der Stoff, aus dem der Kapitalismus ist. Film

Vom kollektiven Wahnsinn des Finanzsystems und des Kapitalismus oder was Sie schon immer über das Elend dieses Wirtschaftssystems wissen wollten

 

19. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Die Ware im Kapitalismus – oder kann man von Marx heute überhaupt noch etwas lernen? · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , , ,

von Uwe Findeisen

Diese Überlegungen sollen beileibe keine Kurzfassung des „Kapital“ darstellen. Sie wollten der Frage nachgehen, auf was man stößt, wenn man sich der Kritik der politischen Ökonomie zuwendet. Dabei sollten vor allem zwei Leistungen einer solchen theoretischen Orientierung herausgestellt werden: Erstens hat man es bei Marx’ Ökonomiekritik nicht mit einem abstrakten Begriffsgefüge zu tun, das dann mühsam mit empirischem Material zu füllen wäre. Im „Kapital“ geht es vielmehr um gesellschaftliche Grundbestimmungen von Arbeiten und Leben, von Produzieren und Konsumieren, wie sie auch heute von Jugendlichen oder Erwachsenen ganz konkret als existenzielle Bedingungen, etwa auf einem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt, erfahren werden.

Zweitens ist diese Theorie nicht auf eine historische Phase fixiert; sie bezieht sich vielmehr auf die allgemeinen Charakteristika einer an Geld und Kapital orientierten Wirtschaft und kann, auch wenn sie die Durchkapitalisierung der Welt im 20. Jahrhundert nicht mehr erlebt hat, zur Widersprüchlichkeit und Krisenanfälligkeit dieser Wirtschaftsordnung entscheidende Hinweise geben. … weiter

17. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert für Ende und Verfall des öffentlichen Lebens – Teil 2 · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , , , ,

von Brigitte Pick

Die Idee des sozialdemokratisch geprägten Wohlfahrtsstaates bröckelt und bildet gleichzeitig den Humus für die verunsicherte Mittelschicht, die die Furcht vor dem sozialen Abstieg umtreibt. Nur wer etwas hat, kann sich sorgen, dass er es verliert. So wird den Schwachen der Gesellschaft die Solidarität aufgekündigt, sie gelten fürderhin als Schmarotzer.

Den 2. Teil lesen: Ende und Verfall des öffentlichen Lebens 2

Den 1. Teil lesen: Ende und Verfall des öffentlichen Lebens 1

 

 

©Foto: Christian Lüpke / www.pixelio.de

Ausgewählte Aufsätze zum Thema von Brigitte Pick im Magazin AUSWEGE

 

23. Februar 2009 · Kommentare deaktiviert für The Story of Stuff · Kategorien: Peripherie · Tags: , , ,

filmapp.gifDer Stoff, aus dem der Kapitalismus ist

hg – Wer kann das schon? In 20 Minuten sehr anschaulich den kompletten Produktions- und Konsumwahnsinn des gegenwärtigen Kapitalismus erklären? Der US-amerikanischen Umweltaktivistin Annie Leonard ist dies mit dem Film "The Story of Stuff" gelungen. Er ist als deutsche Version online verfügbar unter http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/the-story-of-stuff/
Anschauen und weiterverbreiten! Bestens geeignet für den Unterricht!

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie flv-Videos runterladen können, lesen Sie die Datei "Wie lade ich ein Flash-Video auf meinen heimischen Rechner?"

31. Januar 2009 · Kommentare deaktiviert für Vom kollektiven Wahnsinn des Finanzsystems und des Kapitalismus · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , ,

Point_right.gifoder was Sie schon immer über das Elend dieses Wirtschaftssystems wissen wollten

Darüber forscht ein Mann, der seit Jahren als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin tätig ist. Bis in die jüngste Vergangenheit meist unbemerkt von der herrschenden Öffentlichkeit, auch kaum beachtet von linken Dogmatikern. Er heißt Bernd Senf und unterhält eine beachtenswerte Homepage, die wir allen KollegInnen weiterempfehlen wollen, die schon immer und erst recht in Zeiten des Finanzchaos den herrschenden Beschwichtigungsreden misstrauen. …weiter