08. Juni 2018 · Kommentare deaktiviert für “Schicksalsjahr 1938 – Zeitzeugnisse der deutsch-jüdischen Diaspora” · Kategorien: G-So-Ek, Materialsammlungen · Tags: , , , , ,

Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung / neues Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung

Mitteilung: Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht in Kooperation mit dem Leo Baeck Institut New York | Berlin ein neues Online-Dossier über die persönlichen Geschichten von Zeitzeugen der deutsch-jüdischen Diaspora. Briefe, Tagebücher, offizielle Dokumente und Fotos geben einen Einblick in die bedrohlichen Lebensumstände der Betroffenen unter dem NS-Regime im Jahr 1938. Weiterlesen »

23. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , ,

Ein Kommentar von Günther Schmidt-Falck

Die Berliner SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli forderte Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten. In der Bildzeitung vom 7.1.2018 sagte sie:
“Ich fände es sinnvoll, wenn jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet würde, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben. Das gilt auch für jene, die neu zu uns gekommen sind. KZ-Besuche sollten zum Bestandteil von Integrationskursen werden.“ (http://www.bild.de/politik/inland/konzentrationslager/pflichtbesuch-fuer-fluechtlinge-54396060.bild.html#fromWall, letzter Zugriff: 23.1.2018) 

Jede/r, der schon mal unterrichtet hat, weiß, dass Pflichtbesuche wenig mit Bewusstseinsbildung zu tun haben. Rassistisches, antisemitisches und ausländerfeindliches Gedankengut bildet sich nicht zurück, nur weil ein/e Schüler_in gesehen hat, wie die Nazis Menschen ausgebeutet, umgebracht und gefoltert haben. Die Auseinandersetzung mit dem NS-System erfordert eine sensible Aufbereitung des Unterrichtsstoffes und ein empathisches Eingehen auf das individuelle Wissen der Schüler_innen und auf das vorhandene Bewusstsein. Andernfalls passiert genau das, was dann hinterher oft beklagt wird – die Lehrkraft wird mit der Abwehr der SchülerInnen konfrontiert: “Müssen wir uns damit beschäftigen…?” “… das ist schon so lange her!”, “Es muss doch endlich mal Schluss damit sein …” “Wann gehen wir wieder?” “Langweilig!” u.a.mehr. Zu oft kommen Lehrkräfte dann sogar noch in Erklärungsnöte und vermeiden in Zukunft einen Unterrichtsgang in eine Gedenkstätte. Weiterlesen »

05. August 2017 · Kommentare deaktiviert für Der “fluter” 63 ist da! Thema: Propaganda · Kategorien: Deutsch, G-So-Ek, Informatik, Lesezeichen, Medien · Tags: , , , , , , ,

“Achtung! Die anderen Medien wollen Eure Gehirnzellen zerstören! Deshalb lest: fluter.”

So lautet die “Propaganda-Überschrift” des aktuellen fluter-Heftes. Ja, so funktioniert Propaganda – der fluter macht es vor. In Wahrheit zerstören andere Medien natürlich die Gehirnzellen nicht, aber der aktuelle fluter ist auf jeden Fall einer des besten, der je publiziert wurde.

In kurzen, verständlichen Texten, präzisen Formulierungen, sehr informativen Interviews mit kompetenten GesprächspartnerInnen, mit Backgroundinfos zum Wesen der Propaganda und ihrer Methoden und hervorrragendem Bildmaterial/Plakatmaterial werden fake news, social bots, Bildfälschungen, Propaganda und “Führerorientierungen” erklärt, aufgerollt und enthüllt.

Wenn die Lehrkraft nach der sehr erfreuenden und anregenden fluter-Lektüre aus dem Urlaub bzw. den Ferien in der Schule zurück ist, steht ein Teil der Unterrichtsvorbereitung für das neue Schuljahr in Sozial-/Gemeinschaftskunde, in Geschichte, in politischer Bildung, Informatik oder Deutsch schon fest: Der fluter 63 ist komplett ab etwa Jahrgangsstufe 9 der Haupt-/Mittelschule einsetzbar. Mindestens 5 Sterne für die Redaktion und das ganze Heft!


Statt einer Bewertung einzelner Aufsätze, kann hier das komplette Inhaltsverzeichnis gelesen werden 

Direktdownload von fluter 63 als pdf-Datei

fluter 63 am Bildschirm lesen (auf der Seite der Bundeszentrale für polit. Bildung – bpb)

zur fluter-Seite der bpb, um das Heft in der Druckversion kostenlos zu bestellen

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23. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Geschichte der Arbeit in Deutschland: Mehr Videos, Tonaufnahmen, Originaldokumente – kostenloses Portal baut Angebot aus · Kategorien: AL-Wirtschaft-Technik, G-So-Ek, Marktplatz, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , ,

Mitteilung: Hans-Böckler-Stiftung – Eine Bewertung der Seite befindet sich nach der Pressemitteilung

gewerkschaftsgeschichte.de hat sein kostenloses Angebot für Schule, Universität, Erwachsenenbildung und alle historisch Interessierten ausgebaut. Das Internet-Portal zur Geschichte von Arbeit, Gewerkschaftsbewegung und Mitbestimmung in Deutschland bietet künftig noch mehr Video- und Tonclips mit Originalaufnahmen, Hunderte Fotos aus zahlreichen Archiven sowie mehr als 100 historische Originaldokumente zum direkten Download. Neu sind auch die beiden Filme, die das Portal in weniger als 40 Sekunden vorstellen (siehe unten).

Entwickelt hat das Info-Angebot die Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zahlreiche Museen und Archive haben Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Von Dampfmaschine und Kinderarbeit bis zu den Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung – wie sich Arbeitswelt, Wirtschaft, soziale Situation und Arbeiterbewegung in Deutschland entwickelt haben, wird auf dem Portal multimedial und interaktiv erfahrbar. Weiterlesen »

14. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Es ist besser, stehend zu sterben, als kniend zu leben! No pasarán!“ · Kategorien: Peripherie · Tags: , , , , ,

Eine Collage zum Spanischen Bürgerkrieg, der vor 80 Jahren begann

von Götz Eisenberg

Die Sätze des Titels stammen nicht, wie wahrscheinlich viele vermuten, von den Böhsen Onkelz, sondern von der spanischen Kommunistin Dolores Ibarruri, die besser bekannt ist unter dem Namen La Pasionaria. Sie fallen am Ende einer Rundfunkansprache, die sie am Abend des 18. Juli 1936 gehalten hat. Dort schleuderte sie den Faschisten einen Fehdeschrei entgegen: „No pasarán!“, „Sie werden nicht durchkommen!“, der in ganz Spanien widerhallte und zum Schlachtruf der Linken im Spanischen Bürgerkrieg wurde, später der lateinamerikanischen Guerilla. Als „sie“, die Faschisten, doch durchgekommen waren, konnte sich La Pasionaria nach Frankreich und später in die UdSSR retten. Sie wurde Generalsekretärin und Vorsitzende der spanischen Exil-KP. Nach dem Tod des Diktators Franco kehrte Dolores Ibarruri 1977, mit über 80 Jahren, in ihre Heimat Asturien zurück.

Götz Eisenberg hat in seiner Collage nicht nur historische Fakten, Hintergründe und Ursachen des spanischen Bürgerkrieges zusammengetragen, sondern räumt dem “freiheitlichen spanischen Anarchismus” und den Spannungen zwischen Sozialdemokraten und stalinistischen Kommunisten auf der einen Seite und den dissidenten Kommunisten und Anarchisten auf der anderen Seite großen Raum ein. Es geht unter anderem um die stalinistische Unterdrückung in den Internationalen Brigaden und um das, “was den Anarchisten häufig fehlte: Disziplin”.  

Aufgrund der vielen konkreten Beispiele lässt sich der Text auch sehr gut im Geschichtsunterricht der Oberstufe des Gymnasiums einsetzen.  Weiterlesen »

31. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Vom Blockwart zum Blogwart · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

von Stefan Oehm

keyboard-by_edar_pixabay_CC0„Blockwart“. Sagt Ihnen der Begriff noch etwas? Laut Wikipedia war er der Blockleiter der NSDAP, zuständig „für 40 bis 60 Haushalte (…) mit durchschnittlich rund 170 Personen“. Er hatte seine „arische Abstammung bis zum Jahre 1800 nachzuweisen“ und „war zu vorbildlichem Verhalten auch im Privatleben angehalten”.

Seinen Aufgabenbereich beschrieb das Hauptschulungsamt der NSDAP wie folgt: „Der Hoheitsträger muss sich um alles kümmern. Er muss alles erfahren. Er muss sich überall einschalten.“ Dazu gehörte insbesondere, dass er in seinem unmittelbaren Umfeld für die unbedingte und kompromisslose Durchsetzung der nationalsozialistischen Rassenpolitik verantwortlich zeichnete.

So hatte er unverzüglich „Judenfreunde“, also Volksschädlinge der übelsten Sorte, zu melden, listete jüdischen Besitz und jüdische Wohnungen auf und achtete mit heiligem Eifer darauf, dass alle Vorschriften, die für die jüdischen Untermenschen galten, von diesen auch aufs Genaueste befolgt wurden. … weiter

©Foto: edar, pixabay, CC0

02. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Unterrichtsmaterial: Geschichte des 1. Mai · Kategorien: G-So-Ek, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , ,

DodgerRed-Flag-Wavingvon Hasso Rosenthal

Eine kleine Geschichte: Frauke wacht erschreckt auf. Sie sieht auf die Uhr und springt aus dem Bett. Im Haus ist es ganz still. Vater und Mutter werkeln nicht in der Küche, der kleine Jens schläft noch ganz ruhig in seinem Bett. Aber die Uhr steht doch schon auf 8 Uhr!

Das Mädchen zieht sich schnell die Hausschuh an und rennt ins Schlafzimmer. Sie springt ins Bett und rüttelt ihre Mutter. „Mutti, Mutti! Wir haben verschlafen. Los raus! Ich muß doch zur Schule!” Der Vater schreckt aus dem Bett, sieht auf und lacht dann: „Aber Frauke, heute ist doch der 1. Mai! Der Tag der Arbeit! Da haben alle frei und wir auch!” Die Mutter reibt sich die Augen und lächelt: „Das ganze Jahr arbeiten Angestellte, Arbeiter und Beamte. Es gibt viele kirchliche Feiertage und den 3. Oktober. Aber heute denken wir an die, die das Leben bei uns erst möglich machen durch ihre Arbeit mit Hand und Kopf. An uns selbst. Und deshalb haben die Volksvertreter diesen Tag zum Feiertag gemacht.” Weiterlesen »

09. April 2015 · Kommentare deaktiviert für Besatzungskinder des Zweiten Weltkriegs häufig psychisch stark belastet · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , ,

Mitteilung: Universität Leipzig

In Deutschland sind mindestens 200.000 Kinder am Ende des Krieges und in der Nachkriegszeit von Soldaten der vier Besatzungsarmeen gezeugt worden.

Wissenschaftler der Universitäten Leipzig und Greifswald haben in einer Studie jetzt erstmals die Bedingungen untersucht, unter denen die Besatzungskinder aufgewachsen sind – und die psychosozialen Folgen für die Betroffenen. Sie sind als “Kinder des Feindes” häufig stigmatisiert und diskriminiert sowie über die Identität ihres Vaters im Unklaren gelassen worden. Viele von ihnen sind auch heute noch psychisch stark belastet. … weiter

Quelle: Uni Leipzig/idw-online.de

31. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Geschichte der DDR · Kategorien: G-So-Ek, Lesezeichen, Marktplatz, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , ,

Die Bundeszentrale für polit. Bildung hat den Falter Zeitgeschichte Nr. 4 herausgebracht:

"Der neue Falter Zeitgeschichte wagt wie immer den Blick zurück – diesmal auf die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik. Der Zeitstrahl zeigt die wichtigsten Entwicklungsschritte der DDR, mit spannenden Zusatzinfos und aufwendig illustriert. … Die Rückseite präsentiert Publikationen der bpb zum Themenblock DDR, die besonders geeignet für den Unterricht sind."

Der Autor: Dr. Eckart Thurich, Seiten: 1, Erscheinungsdatum: Oktober 2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5438

tipÜbersichtlich gestaltet; klasse Grafiken, gute erklärende Textchen; zum Ausdruck schlecht geeignet, weil die Grafikleute anstelle von mehreren DIN A-4-Seiten 1 sehr lange Seite gemacht haben (ist ein ziemliches Gefummel und Geschneide beim Drucken) – zum Ansehen am PC taugt das Dokument. Also besser kostenlos bestellen – auch in höherer Stückzahl für die Arbeit in der Klasse möglich. Auf geht's:

Hier kann man die pdf-Datei herunterladen (schwarz/weiß oder farbig, 7,1 MB) oder kostenlos bestellen

 

27. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Erster Weltkrieg: Schulwandbilder für die Propaganda · Kategorien: G-So-Ek, Medien, Unterricht und Erziehung, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , , ,

Mitteilung: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Im Ersten Weltkrieg sollten auch die Schulen die anfängliche Kriegseuphorie der Deutschen unterstützen. Schulwandbilder waren dabei weit verbreitetes Propagandamaterial. Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist das Bild „Ausmarsch 1914“.

Rund 20.000 schulische Wandbilder beherbergt die Forschungsstelle Historische Bildmedien an der Universität Würzburg; sie stellt damit ein einzigartiges Bilderarchiv da. Auch Bilder aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind Bestandteil der Sammlung. Aus Anlass des Kriegsausbruchs vor 100 Jahren hat die Pressestelle der Universität die Leiterin der Forschungsstelle, Dr. Ina Katharina Uphoff, gebeten Wandbilder herauszusuchen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, und diese zu kommentieren. Hier ist ihr Bericht: … weiter

Quelle: http://www.bildungswissenschaft.uni-wuerzburg.de/forschungsstelle_historische_bildmedien und idw-online.de