von Brigitte Pick

Im Gespräch …

Das Wort Digitalisierung wird von den meisten Menschen als ein eher vager Veränderungsprozess beschrieben und wahrgenommen.

Jeder kennt Situationen, in denen man staunend vermerkt, dass der Blick in das Smartphone wichtiger erscheint als die Kommunikation mit seinem Gegenüber. Sprachlos sitzen sich Paare im Restaurant gegenüber, das Smartphone ersetzt das Gespräch. Versunken in die Technik rennen Menschen gegen Laternenpfosten, gehen über die Straße ohne rechts oder links zu schauen, rempeln Mitbürger an, schlagen die falsche Richtung ein, oder lassen sich sogar während des Sports im Fitness Studio berieseln, nur keine Ruhe, keine Kontemplation. Der neueste Trend scheint zu sein, selbst während des Schwimmens nicht auf akustische Berieselung durch wasserfeste MP3 Player verzichten zu können. … weiter


  Wir empfehlen wir auch den letzten Aufsatz von Brigitte Pick: Von der wachsenden Rücksichtslosigkeit in einer neoliberalen Welt

 

18. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Social Media: Digitale Kommunikation regt zu analogen Gesprächen an · Kategorien: Virtuelles und Reales · Tags: , , , , ,

Medienpsychologen der Universität Hohenheim stellen fest, dass soziale Netzwerke als Kommunikationsinitiator fungieren. Auch die Lebenszufriedenheit steigt leicht.

Studie: Universität Hohenheim

Smartphones machen nicht einsam. Im Gegenteil: Wer aktiv über soziale Netzwerke kommuniziert, führt in der Folge mehr direkte, persönliche Gespräche und zeigt sich auch insgesamt mit seinem Leben etwas zufriedener. Zu diesem überraschenden Ergebnis kamen Medienpsychologen der Universität Hohenheim in einer aktuellen Studie. … weiter

Quelle: www.uni-hohenheim.de | www.idw-online.de

15. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Social Media: Alle sind sich fremd · Kategorien: Virtuelles und Reales · Tags: , , ,

Mitteilung: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Was machen drei Pädagogik-Studentinnen, die einen Videoclip drehen sollen? Sie besorgen Masken, rekrutieren ihre WG-Mitbewohner und gehen mit einem befreundeten Rapper ans Werk. Das Ergebnis? Kann sich gut sehen lassen und ist auf dem Youtube-Kanal der Uni Würzburg zu finden.  … weiter

Direkt zum Video auf Youtube

Quelle: Uni Würzburg/idw-online.de
©Foto: igromania by lechenie-narkomanii, pixabay.com, CC0

Global-Business-Networking-Enhanced-300pxDie digitale Entwicklung und Schule

von Brigitte Pick

Die gesellschaftlichen Umwälzungen, die mit den digitalen Technologien einhergehen, sind vielleicht größer als die der Industriellen Revolution. Man geht davon aus, dass Google in den letzten zwei Jahren so viel investiert hat, wie in den letzten Jahrzehnten davor.

Die Einschätzungen der Auswirkungen mäandern zwischen Alarmismus und Verharmlosung. Die Entwicklungen sind rasant: 1991 wurde das World Wide Web erfunden, 1998 startete Googles Suchmaschine, 2007 stellte Apple Chef Steve Jobs das erste i-Phone vor, eine smart designte Abhörwanze. Heute baut man selbstfahrende Autos, Roboter für den Kriegseinsatz, entwickelt von Boston Dynamics. Google entwickelt ein Reich und eine Macht, die allgegenwärtig, verborgen und keinem Rechenschaft schuldig ist….

Ein Aufsatz zu einem hochbrisanten Thema. Unbedingt lesen … weiter

©Grafik: Global Business Networking Enhanced by GDJ, openclipart.org; Lizenz: PD


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20. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Selfies mit Blutflecken · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , ,

738539_original_R_by_einstellungstest-polizei-zoll.de_pixelio.devon Götz Eisenberg

Die taz vom 16. November 2015 erschien mit einem Titelbild, das eine hübsche junge Französin zeigt, die an einem der Anschlagsorte vom Freitagabend ihre Trauer zum Ausdruck bringt. Unterm rechten Arm trägt sie einen in Papier eingeschlagenen Blumenstrauß, den sie dort niederlegen möchte. In der rechten Hand hält sie ihr Smartphone.

Bin ich der einzige, den dieser Umstand stutzig macht und befremdet? Sind diese Geräte bereits so sehr im Körperschema der jungen Leute verankert, dass sie selbst in so einem Moment nicht auf sie verzichten können? Sie nehmen den Widerspruch nicht einmal mehr wahr, der zwischen ihrem Gemütszustand und ihrer Vernetzung besteht. Oder besteht da möglicherweise gar kein Widerspruch? … weiter

©Foto: einstellungstest-polizei-zoll.de / pixelio.de


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