Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen nehmen nach wie vor Spitzenplätze ein

Mitteilung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Dortmund – Psychische Belastung ist in der deutschen Arbeitswelt nach wie vor weit verbreitet. Häufig sind die Beschäftigten Multitasking, Zeitdruck, Monotonie und Störungen bei der Arbeit ausgesetzt. Dabei kennt die psychische Belastung weder Hierarchiegrenzen, noch macht sie vor gewerblichen Branchen halt. Faktoren wie das gute soziale Klima in deutschen Betrieben oder Handlungsspielräume für die Beschäftigten, um ihre Arbeit zu planen und einzuteilen, helfen aber die Belastung zu bewältigen. … weiter

Quelle: PM v. 29.1.2013 – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – www.baua.de

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von Götz Eisenberg

59061_by_pan_pixelio.deIn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 13. Januar 2013 stieß ich auf einen Artikel, der unter der Überschrift „Der Notarzt“ von einem psychologischen Beratungsdienst für Unternehmen berichtet.

Die Mitarbeiter der Firmen, die mit diesem Beratungsdienst namens „Insite Interventions“ zusammenarbeiten, können dort anrufen, wenn ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, das Privatleben aus den Fugen gerät, sie sich elend fühlen – erschöpft, ausgebrannt, arbeitsmüde. Wenn jemand mitten in der Nacht anruft, „muss man sofort einen Hoffnungsschimmer wecken“, erklärt Hansjörg Becker, der als Psychiater Ende der 90er Jahre die Arbeitswelt als Marktlücke entdeckte.

„Employee Assistance Programm“ heißt der Service, den Becker und seine Kollegen den Unternehmen anbieten. Beckers Team ist inzwischen auf zwölf feste und siebzig freie Mitarbeiter angewachsen. Zu seinen Kunden gehören Firmen wie Continental, Procter & Gamble oder Henkel. … weiterlesen

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dgb.jpgMitteilung: DGB Bundesvorstand

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat heute die Ergebnisse der Sonderauswertung „Psycho-Stress am Arbeitsplatz“ des DGB-Index Gute Arbeit vorgestellt. Danach sehen sich 56 Prozent der knapp 5.000 bundesweit befragten Beschäftigten einer starken oder sehr starken Arbeitshetze ausgesetzt. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von vier Prozentpunkten. Gleichzeitig geben 80 Prozent der Beschäftigten an, dass sie seit Jahren immer mehr in der gleichen Zeit leisten müssen.

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 Wir wollen nicht länger unsere Gesundheit ruinieren!

hg – "Wir haben jetzt die Schnauze voll, ihr treibt´s zu bunt, ihr treibt´s zu toll, wir machen das nicht länger mit" – Wir schreiben eine Überlastungsanzeige!
 
Die Berliner GEW bietet eine Überlastungsanzeige für Lehrkräfte zum Download an. Gute Idee!
 
Hier geht es lang: http://www.gew-berlin.de/6732.htm

►Direktdownload des Überlastungsformulars der Berliner GEW

►Download einer Checkliste mit einer Auswahl möglicher Belastungen im Schulalltag (Hinweis: Diese Checkliste beinhaltet mögliche strukturelle und personelle Missstände, keine individualpsychischen Faktoren.)

Dieser Seiteneintrag erschien das erste Mal im Oktober 2010. Aktualisierte Fassung: 25.11.2012

Mitteilung: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Das Thema Burn-out beschäftigt viele. Jüngst wurde bei einer Untersuchung des RKI festgestellt, dass Menschen, die häufig Stress erleben, deutlich mehr über psychische Beschwerden wie depressive Symptome, gestörten Schlaf oder Erschöpfung berichten. In der Gruppe der 40-60-Jährigen litten zwischen 5-8 Prozent im Laufe ihres Lebens an einem Burnout-Zustand. Interessanterweise sind die Betroffenen im Gegensatz zu der verbreiteten psychischen Störung Depression vor allem Menschen mit hohem Sozialstatus.

„Burnout ist für sich genommen keine Krankheit aber ein Risikozustand für die psychische und physische Gesundheit und muss deshalb sehr ernst genommen und untersucht werden.“ so Professor Wolfgang Maier der zukünftige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).“

Länger anhaltende Erschöpfungszustände erhöhen jedoch das Risiko, an einer Depression, Angst- oder Suchtstörung, Tinnitus oder Bluthochdruck zu erkranken. Burnout-ähnliche Beschwerden wie verminderte Leistungsfähigkeit können aber auch andere Erkrankungen verdecken. Krankheitssymptome gilt es daher diagnostisch genau abzuklären, um rasch die richtige Therapie und Behandlung der Grunderkrankung zu gewährleisten. So kann Chronifizierung vorgebeugt und den Betroffenen zeitnah die Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglicht werden.“

Nach Ansicht der DGPPN handelt es sich beim Burn-out primär um ein Problem der Arbeitswelt. Die Beratung und Unterstützung der Betroffenen sollte deshalb beim Arbeitgeber entsprechend koordiniert werden. Dies kann die Diagnostik bei einem Facharzt einschließen. Aus Sicht der Fachgesellschaft ist es jedoch zu kurzsichtig, einen stressbelasteten Arbeitnehmer in der Arztpraxis so zu „behandeln“, das widrige Arbeitsbedingungen eine weitere Zeit zu ertragen werden ohne die Ursachen zu beseitigen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Betriebsärzten mit ihrer Kenntnis der Arbeitsstrukturen und Betriebsabläufe zu.

Quelle: PM v. 21.11.2012 – DGPPN – www.dgppn.de

Download des Positionspapiers der DGPPN zum Thema Burnout

Die DGPPN möchte mit diesem Positionspapier zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen und helfen, bestehende Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten zu klären. Diese beziehen sich auf den Umgang mit dem Burnout-Phänomen im Gesundheitssystem, der Arbeitswelt und der Gesellschaft.

Das Positionspapier nimmt auf dem Boden bisheriger empirisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse eine differenzierte Definition von Burnout-Zuständen vor und stellt darauf aufbauend Angaben zu Häufigkeit und Risiken sowie Vorschläge zu Prävention, Therapie und Rehabilitation dar.

  

Bisher im Magazin zum Thema "Burnout" erschienene Beiträge

Mitteilung: Universität Koblenz-Landau

Wer geglaubt hat, dass das Mobbing von Lehrkräften am stärksten durch Schülerinnen und Schüler erfolgt, der irrt. Eine umfangreiche Befragung von deutschsprachigen Lehrkräften durch das Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) der Universität in Landau ergab:

Im Empfinden der Lehrkräfte sind die direkten Mobbingattacken aus der Sicht der Betroffenen am stärksten seitens der Schulleiter und Schulleiterinnen, gefolgt von den Kolleginnen und Kollegen, den Eltern und den Schülerinnen und Schüler der eigenen Klasse. … weiter

Quelle: PM v. 14.11.2012 – Universität Koblenz-Landau/idw

Wir dokumentieren ein hochinteressantes Podiumsgespräch, das auf dem MYSTICA Kongress “Der Neubeginn” (Juli 2012 in München) stattfand:

Burnout, Krisen in Beruf und Privatleben (Hervorh. v. Red. Auswege) — auch der Einzelne hat es in unseren schnelllebigen Zeiten nicht einfach. Haben die Menschen heute mit ganz anderen Themen und Problemen zu kämpfen als noch vor kurzer Zeit? Und gibt es heute neue, effektivere Methoden für Transformation und Heilung?

Originallink: http://www.youtube.com/watch?v=r7TVx6HS4s8

Quelle: www.mystica.tv

 

24. September 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , ,

Wie unserer Psyche wieder Flügel wachsen können

Eine Rezension von Rüdiger Dahlkes neuem Buch mit dem gleichnamigen Titel

Mitteilung: humannews

München – Erschöpft und ausgebrannt, unterfordert und gelangweilt – droht uns der kollektive Seeleninfarkt? Seelenarbeitsverfechter und Bestsellerautor Dr. Ruediger Dahlke betrachtet die Phänomene Burn-out und Bore-out aus einer spirituellen Perspektive. Seine Diagnose: Ein vielschichtiges Geflecht aus Anforderungen, Ansprüchen und Zeitdruck treibt uns in die Abwärtsspirale. Neben der Stärkung von Körper, Geist und Seele beinhaltet Dahlkes Therapieprogramm deshalb auch den Entwurf einer eigenen starken Lebensvision. Nur sie kann uns befähigen, den gesellschaftlichen Zwängen standzuhalten.

Mit mehr als neun Millionen Betroffenen allein in Deutschland sind Burn-out und Bore-out zu wahren Volksseuchen geworden. Was jedoch sind die Hintergründe für diese modernen Massenleiden, und wie kann sich der Einzelne dagegen wappnen? Dahlke sieht die Ursachen in einer Fehlentwicklung unserer Gesellschaft. Der Zwang zum Perfektionismus, überhöhte Ideale und beschleunigte Arbeitsabläufe führen auf vielen Ebenen von der Wirtschaft bis zur Partnerschaft direkt in den Seeleninfarkt. Der Schlüssel zur Gesundung liegt in einer achtsamen und beseelten Lebensführung, die auf ein bewusstes Ankommen im Hier und Jetzt zielt. Dahlkes Präventions- und Therapieprogramm umfasst Meditationen und Energieübungen, Ernährungsempfehlungen und Tools zur Entwicklung der eigenen Lebensvision. Damit ausgerüstet, können wir uns den Gefahren stellen und sie als Wachstumsmöglichkeit nutzen.

Dr. Ruediger Dahlke
Seeleninfarkt: Zwischen Burn-out und Bore-out – wie unserer Psyche wieder Flügel wachsen können
Geb. mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
18,95 € (D) / 19,50 € (A) *
ISBN 978-3-942166-97-3
Scorpio Verlag, August 2012

Quelle: PM v. 3.9.2012
humannews.de

 

Mitteilung: Uni Kassel

Große Teile der Bevölkerung in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht gesichert ist. Der Verlust von Lebenszufriedenheit und Glück, weniger Selbstsorge und weniger bürgerschaftliches Engagement sind die Folge. … weiter

Quelle: PM v. 18.4.2012 – Uni Kassel

 

Weitere bereits erschienene Artikel zum Thema:

 

Umfassender Vortrag zum Thema Burnout von Agnes Schlechriemen-Koß, den wir auf auf den Seiten der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) e. V. gefunden haben:

Wie das Burnout entsteht – psychosoziale Ursachen und Inkongruenzkonstellation

von Agnes Schlechriemen-Koß

Welche wissenschaftlichen Konzepte gibt es? Und wie ordnet sich der Personzentrierte Ansatz ein?

Um diese Fragen ging es der Autorin in ihrem Vortrag anlässlich des 10. Castrop-Rauxeler Gesprächspsychotherapie-Symposiums vom 6. November.

Den Aufsatz direkt öffnen oder downloaden:  Den ganzen (leicht veränderten) Vortrag lesen

Die Seite ansteuern, falls es Probleme beim Öffnen der pdf-Datei gibt: http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?textid=1557

 

08. Februar 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Resteecke · Tags: ,

Psychobiologen der Universität Trier entdecken Wirkung von Kortisol auf Thalamus

Mitteilung: Universität Trier

Stress könnte sich beim Menschen weitaus umfassender auf die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung auswirken als bisher angenommen. Forschern am Fachbereich I der Universität Trier unter der Federführung des Psychobiologen Prof. Dr. Hartmut Schächinger ist in Zusammenarbeit mit dem Brüderkrankenhaus Trier erstmals der Nachweis einer raschen Wirkung des Stresshormons Kortisol auf den Thalamus gelungen. Damit würde Kortisol beim Menschen die thalamische Informationsverarbeitung von Stressereignissen nahezu unmittelbar beeinflussen und nicht – wie bisher angenommen – frühestens nach 20 Minuten. … weiter

Quelle: PM v. 24.1.2012 – Uni Trier/idw

06. Dezember 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , ,

Wissenschaftliche Tagung über Resilienz

Mitteilung: Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Der Tod eines geliebten Menschen, eine psychische Erkrankung der Eltern, Stress am Arbeitsplatz: Einige Menschen können mit solchen Belastungen besser umgehen, andere weniger gut. Woran liegt das? Ausschlaggebend ist die eigene psychische Widerstandsfähigkeit, die Wissenschaftler als Resilienz bezeichnen. Dazu gehören persönliche Resilienzfaktoren, wie ein starkes Selbstbewusstsein, familiäre Resilienzfaktoren, zum Beispiel eine gute Partnerschaft oder stabile Familienbeziehungen, aber auch soziale Faktoren spielen eine Rolle: zum Beispiel Freundschaftbeziehungen. … weiter

Quelle: PM v. 16.11.2011 – Kath. Hochschule Nordrhein-Westfalen / idw

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