gruppe_kl.gifAUSWEGE setzt die Artikelserie "Ich passe nicht in diese Welt" fort. Veröffentlicht werden kulturkritische, autobiografische Texte, Bilder und Fotos, in denen auch psychische Zusammenhänge dargestellt werden.

Joscha Falck hat im dritten Teil der Reihe auf sehr persönliche Art und Weise seine innere Auseinandersetzung mit unserer allmächtigen Konsumwelt beschrieben.

Kick by Kick
oder: Mensch, was machst du eigentlich ohne die Möglichkeit einzukaufen?

von Joscha Falck

Schließen Sie für einen Moment die Augen. Atmen Sie ruhig. Es tut nicht weh. Und dennoch wird es Sie beunruhigen. Stellen Sie sich vor, ab jetzt nicht mehr einkaufen zu können. Heute nicht, morgen nicht. Nichts mehr!

Dieses apokalyptische Szenario ereignet sich jeden Samstag aufs Neue. Manchmal auch vor Feiertagen. Und es bringt Menschen zum Schwitzen. Wieder und wieder und wieder. Es ist zum Mäuse melken. Gegen Kopfschmerzen gibt es Aspirin, gegen Stress Baldrian-Tabletten und Beruhigungstee. Selbst für die Raucherentwöhnung gibt es Pflaster und Kaugummis. Und dann setzen wir uns Woche für Woche einem kalten Entzug aus. Kein Shopping-Bummel, kein Supermarkt, keine Gewissheit, dass man könnte, wenn man müsste. … weiter

Alle bisherigen Essays von "Ich passe nicht in diese Welt"

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Gedanken zum Aufwachsen im technisierten Zeitalter

von Joscha Falck

… Tagtäglich können wir es auf den Straßen beobachten und auch in Schulen ist es allgegenwärtig: Ohne Smartphone und das dazugehörige Universum an Apps geht heute nichts mehr. Meist geht es um ständige Erreichbarkeit per Facebook oder den Nachrichtendienst Whats App. Und jetzt der neueste Schrei: Eine Wahrheit oder Pflicht App. … weiter

©Foto: Günter Havlena / www.pixelio.de

von Joscha Falck

Bruchrechnen, if-Sätze oder eine Bewerbung schreiben – für uns Lehrkräfte eine klare Angelegenheit. Das muss rein ins Schülerhirn. Nur klappts nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Obwohl wir uns Mühe geben, die Unterrichtsinhalte anschaulich zu erklären, werden die Kernbereiche des Lehrplans oft nur widerwillig verstanden. Manch einer schickt dann ein Stoßgebet nach oben: Wenn doch nur ein paar Hirnzellen vom Himmel fielen…

Dank dem Bayerischen Rundfunk müssen wir nun nicht mehr auf ein Wetterwunder warten. Einige wenige Klicks genügen. Mit GRIPS zum Schulerfolg. Das klingt vielversprechend.

Lernstoff in Mediaboxen

GRIPS ist ein kostenloses Internet-Lernangebot für Mathe, Deutsch und Englisch. Die Themen richten sich nach dem Prüfungsstoff für den Abschluss der Haupt- bzw. Mittelschule, kommen aber in allen Schularten vor. Jedes Fach ist in rund 40 Lektionen aufgeteilt, die in sich abgeschlossen sind. Zu jeder Lektion gibt es einen Film, der in BR-alpha ausgestrahlt wurde bzw. wird. Im Internet wird der Lernstoff in Mediaboxen in kleine Schritte aufgeteilt – mit Filmausschnitten, Übungen und Erklärungen. Zusätzlich steht ein separater Übungs- und Nachleseteil zur Verfügung.

GRIPS richtet sich an alle, die sich in Mathe, Deutsch und Englisch fit machen möchten. Folglich können Schülerinnen und Schüler die Angebote für Hausaufgaben oder die Quali-Vorbereitung ebenso nutzen wie Lehrkräfte für die Veranschaulichung von Lerninhalten im Unterricht.

Wer macht GRIPS?

Hinter GRIPS steht ein Programm des Bayerischen Rundfunks, das in Zusammenarbeit mit Hauptschullehrern und Bildungsexperten entwickelt wurde, u.a. vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), dem Bayerischen Kultusministerium, der Kultusministerkonferenz und den Volkshochschulen.

Gerade die Filme, die kostenlos heruntergeladen werden können, eignen sich hervorragend für den Einsatz im Unterricht (und sind rechtlich als Schulfernsehen zugelassen). Ansonsten gilt: Wer suchet, der findet. Das Angebot GRIPS ist strukturiert aufgebaut und auf der Homepage des bayerischen Rundfunks anschaulich gestaltet. Selbst schuld, wer das nicht nutzt!

zur GRIPS-Übersichtsseite: ►http://www.br.de/grips/index.html

27. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , ,

Eine Rezension zum gleichnamigen Buch von Margarete Gebhardt

von Joscha Falck

Spätestens seit Ivan Illichs radikaler Forderung nach der „Entschulung der Gesellschaft“ steht öffentlich zur Debatte, inwiefern es der Schule (noch) gelingt, ihren Bildungsauftrag wahrzunehmen. In diese Diskussion versucht sich auch das Büchlein von Margarete Gebhardt einzureihen, das hier besprochen werden soll.
Sie fragt: „Schafft sich die Schule selbst ab?“ Für Untergangsstimmung sensibilisiert (wir schreiben immerhin das Jahr 2012!), wurde ich neugierig und bestellte mir ein Exemplar. Ernüchterung stellte sich allerdings bereits nach dem Auspacken ein. Es ging nicht um das,  was ich erwartet hatte … weiter

 

Weitere Beiträge im Magazin Auswege von Joscha Falck

 

14. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , ,

Rezension des gleichnamigen Buches von S. Hart und Kindle Hodson

von Joscha Falck

Der Alltag mit Kindern ist in der Schule wie in der Familie nicht immer einfach.
In der Familie sind es meist die kleinen Kämpfe, die uns Zeit und Kraft kosten: Diskussionen um Essen, Kleidung, Zähneputzen und Hausaufgaben. Wir verharren im Denkschema der Sieger und Verlierer und fechten die Kämpfe aus: Zur Not mit Schimpfen, Drohen, moralischem Druck, Diskriminierungen oder dem Ziehen von Konsequenzen. Aus meiner Erfahrung leiden Eltern darunter – vor allem dann, wenn sie sich ihr Leiden eingestehen, aber keine alternativen Wege sehen. Wir sehnen uns nach Kooperation und gegenseitigem Respekt. Dies jedoch in die Tat umzusetzen, ist leichter gesagt als getan. Das hier vorgestellte Buch kann helfen. … weiter

Eine Rezension zum gleichnamigen Praxishandbuch

von Joscha Falck

Es gibt kaum einen Schüler, der nicht darüber berichten kann. Eben mal die Büchertasche versteckt, einen Mitschüler ausgelacht oder im Sportunterricht nicht in die Mannschaft gewählt. Es wird gelästert, getuschelt, gekichert, manchmal getreten, geschlagen oder bedroht. Normalität? Ja, aber in verschiedenen Ausprägungen.

Zeigen sich derartige Verhaltensweisen in regelmäßiger Wiederkehr gegenüber einem Schüler oder einer Schülerin, die kräftemäßig unterlegen ist, spricht man von Mobbing. … weiter

 

09. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: KulturWege · Tags: , ,

 Wurzelwerke

©Joscha Falck, 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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22. Februar 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: KulturWege · Tags: ,

von Joscha Falck

Eigentlich mangelt es den ersten beiden Monaten des neuen Jahres nicht an spektakulären politischen Ereignissen. Neben dem historischen Wendepunkt in Ägypten scheint auch in anderen arabischen Ländern bislang unterdrücktes revolutionäres Potential ans Tageslicht zu kommen. Selbst in China regen sich erste Demonstrationen, obwohl Aktivisten mit massiven Unterdrückungen durch die Machthaber zu rechnen haben. Statt diese Bewegungen zu stützen, macht man sich hierzulande eher Sorgen um die Grenzen der EU, die vor Flüchtlingen zusammen zu brechen drohen.

Zudem hat in Deutschland das Superwahljahr begonnen. Mit der ersten massiven Pleite für Schwarz-Gelb wurde in Hamburg der Auftakt eines Jahres gefeiert, das den politischen Umschwung einleiten soll. An deutschen Stammtischen wird jedoch etwas anderes so leidenschaftlich diskutiert, wie wir es seit Sarrazin nicht mehr erlebt haben: Zu Guttenbergs Dissertation. … weiter

13. Januar 2011 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Standpunkte · Tags: , , , , ,

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 3

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um studentisches Engagement, eigenes Denken und Auswege aus dem universitären Alltag.

weiter zum 3. Teil des Interviews

Zum 1. Teil des Interviews

Zum 2. Teil des Interviews

 

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 2

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen.

Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um Hochschuldidaktik, Sozialisation, Bulimie-Lernen, um Zeit zum Denken und über das Finden des eigenen Weges.

Weiter zum 2. Teil des Interviews

Zum ersten Teil des Interviews

05. November 2010 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: KulturWege · Tags: , , , , ,

 Mein geliebter Nächster

von Joscha Falck

Manchmal, wenn ich durch die Straßen meiner beschaulichen bayerischen Kleinstadt spaziere und die Passanten beobachte, komme ich ganz schön ins Grübeln. Vielleicht kennen Sie das: Links stöckeln überquillende Einkaufstüten vorbei, rechts flanieren pubertierende Teenager, die mit ihrem Handy lautstark die Gassen beschallen. Am andere Ende der Straße kackt gerade ein Hund auf den Bürgersteig und sein Herrchen tut so als hätte es niemand gesehen. … weiter

Alle Essays von "Ich passe nicht in diese Welt"

Mein geliebter Nächster
28. Oktober 2010 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Essenzen · Tags: , , , , , ,

Ein Gespräch mit der Lehramtsstudentin Christine Schlebach – Teil 1

Christine Schlebach ist eine von vielen Studentinnen und Studenten, die man erstmal nur beglückwünschen kann. Sie studiert nach neuester Studienordnung Lehramt an Grundschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre moderne Studienstruktur ermöglicht es ihr, aufgrund eines im europäischen Hochschulraum einheitlichen Bewertungssystem über ECTS-Punkte ganz einfach hier und da, in Brüssel und Mailand, Hamburg und Paris credit points zu sammeln. Sie studiert in Modulen – nahezu alles ist Pflicht. Da im Regelfall auch die Reihenfolge vorgeschrieben ist, bleibt kaum Auswahlmöglichkeit, ganz zu schweigen von indivuellen Studienschwerpunkten. Der bundesweite Bildungsstreik, der genau das zum Thema hatte, ist abgeflaut. An den Unis kehrt wieder die Ruhe der Normalität ein – allerdings mehr aus Anpassung als aus Zufriedenheit. Christine ist wie so viele ein Versuchskaninchen. …weiter zum Interview

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