Zur Debatte um Ausländerfeindlichkeit

von Frank Bernhardt und Rudolf Gospodarek

„15 Prozent der Sachsen sind überzeugt, dass Deutsche anderen Völkern von Natur aus überlegen sind”. Dieses Ergebnis der Dimap-Studie „Sachsen-Monitor“ hatte das Auswege-Magazin Ende 2017 (29.11.) zitiert – als Beleg für einen erschreckenden, letztlich auf rassischen Vorstellungen („von Natur aus“) basierenden Nationalismus. Dem treten natürlich hierzulande (noch) viele Menschen entgegen, empört über den rechten Aufschwung, im Namen einer „bunten Republik“ und oft auch mit dem zweifelhaften Argument: „Wir sind mehr“. Dazu ein Kommentar anlässlich der jüngsten Entwicklungen in Sachsen mit einem Rückblick auf den Beginn der PEGIDA-Bewegung. … weiter


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Deutsch-österreichische Forschungsgruppe zu europäischen Vergesellschaftungsprozessen abgeschlossen

Mitteilung: Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Von wegen Europamüdigkeit: Gut die Hälfte aller EU-Bürgerinnen und Bürger fühlt sich mit einem anderen europäischen Land besonders verbunden – meist durch persönliche Erfahrungen wie Reisen, einen Studierendenaustausch oder Online-Freundschaften.

Das ist ein Ergebnis der Forschungsgruppe „Europäische Vergesellschaftungsprozesse. Horizontale Europäisierung zwischen nationalstaatlicher und globaler Vergesellschaftung“, die offiziell am 30. September endet. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderte Gruppe forschte insgesamt sechs Jahre gemeinsam und wurde von dem Oldenburger Soziologen und Europaforscher Prof. Dr. Martin Heidenreich koordiniert. … weiter


Quelle:
www.uni-oldenburg.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Pro Asyl

Die Asylpolitik von Bundesregierung und Europäischer Union zeichnet sich durch menschenverachtende Abschottung aus. Amnesty International und PRO ASYL fordern die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, sich wieder an geltendes Recht zu halten und Verantwortung für den Flüchtlingsschutz in Europa zu übernehmen.

»Europa ist mitverantwortlich für Folter und Misshandlung von Migranten und Flüchtlingen in libyschen Gefängnissen, wenn es die libysche Küstenwache aufrüstet und trainiert«, sagt Franziska Vilmar, Asylpolitik-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. Amnesty International und PRO ASYL fordern die EU-Mitgliedstaaten auf, jeden Menschen im Mittelmeer aus Seenot zu retten und in einen sicheren Hafen in Europa zu bringen. »Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören. Wer Rettung verhindert, nimmt Tote in Kauf«, sagt PRO-ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Weiterlesen »

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Berlin, 25. September 2018 – Heute wird der Bericht „So geht Nachhaltigkeit!“ veröffentlicht und in Berlin durch Vertreter_innen der neun herausgebenden Verbände vorgestellt. Der Bericht dokumentiert 17 Vorzeige-Initiativen und Projekte, wie wir uns in Deutschland und in der Welt sozial gerechter und ökologisch sauber organisieren können. Weiterlesen »

von Suitbert Cechura

Der nationale Flüchtlingsstreit beherrscht die Öffentlichkeit. Allen Ernstes spricht der CSU-Bundesinnenminister davon, dass die politische Kontroverse um Migration, die er selber an vorderster Stelle angeheizt hat, „die Mutter aller Probleme“ sei. So weit wie er oder Ex-Kollege Sarrazin von der SPD wollen nicht alle gehen, aber dass hier der „gesellschaftliche Zusammenhalt“ einem Härtetest ausgesetzt wird, sieht meist auch die gemäßigte Mitte ein. Dazu ein Kommentar von Suitbert Cechura.

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FernUni-Forschende belegen in einer psychologischen Studie: Der Mensch bildet sich verzerrte Urteile über Gewalttaten, um die Integrität seiner eigenen sozialen Gruppe zu wahren.

Mitteilung: FernUniversität in Hagen

Die Motive für Anschläge sind vielfältig. Manche Menschen leiden an schweren seelischen Erkrankungen, die sich in Gewalttaten Bahn brechen. Ihre Attacken sind affektiv und keine gezielten Terrorakte. Andere indes sind religiös oder politisch motiviert und töten planvoll. Oft decken Ermittelnde erst nach Tagen auf, was die wahren Hintergründe eines Angriffs sind. Derweil haben sich in der Öffentlichkeit jedoch längst verschiedene Urteile über das vermeintliche Täterprofil herausgebildet.

Wie subjektiv verzerrt diese Einschätzungen sind, zeigt eine internationale psychologische Studie, an der zwei Forschende der FernUniversität in Hagen beteiligt waren: Dr. Birte Siem ist in den Lehrgebieten Sozialpsychologie (Prof. Dr. Stefan Stürmer) und Community Psychology (Prof. Dr. Anette Rohmann) tätig; Dr. Agostino Mazziotta arbeitete noch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Community Psychology an der Studie mit. … weiter


Quelle: www.fernuni-hagen.de

Psychische Erkrankungen aufgrund von Stress sind keine Berufskrankheiten. Denn im Falle von Erkrankungen, die möglicherweise auf Stress zurückzuführen sind, fehlt es an den erforderlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Insbesondere wird im Zusammenhang mit Depressionen eine Vielzahl von möglichen Ursachen diskutiert.

Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 27. April 2018 – L 3 U 233/15


Quelle: www.dgb.de/einblick – Gewekschaftlicher Info-Service Nr. 9 v. September 2018

5. Alternativer Drogen- und Suchtbericht vorgestellt

Mitteilung: Frankfurt University of Applied Sciences (UAS)

Der 5. Alternative Drogen- und Suchtbericht (ADSB) will Defizite in der Drogenpolitik identifizieren und gibt, basierend auf Einschätzung von Expertinnen und Experten aus der Sucht- und Präventionsforschung sowie der Drogenhilfe, Empfehlungen für erfolgreiche Maßnahmen. Auch in diesem Jahr ist dieser im Vorfeld der Veröffentlichung des Drogen- und Suchtberichts der Bundesregierung erschienen. Er enthält wissenschaftlich-fundierte sowie jugend- und verbraucherschutzorientierte Antworten auf aktuelle Herausforderungen der Drogenpolitik der Bundesregierung. … weiter

 Der komplette ADSB kann unter http://www.alternativer-drogenbericht.de eingesehen werden.


Quelle:
www.frankfurt-university.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Universität Trier

Wer in einer Nachbarschaft mit einem hohen Ausländeranteil lebt, geht weniger wählen. Erstmals weist ein Politikwissenschaftler der Universität Trier diesen Zusammenhang mit neuen Forschungsdaten nach. André Förster sieht in seinen Studienergebnissen neue Impulse für die Wissenschaft und die Politik. … weiter


Quelle: 
www.idw-online.de
www.uni-trier.de

14. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Leben in Klein- und Mittelstädten liegt bei den Deutschen im Trend · Kategorien: Peripherie · Tags: , ,

Mitteilung: Bertelsmann Stiftung

Stadt oder Land? Wo wollen die Menschen in Deutschland wohnen? Eine Analyse der Bertelsmann Stiftung untersucht aktuelle Trends des Wanderungsgeschehens – von den Metropolen bis zu den ländlichen Räumen. … weiter


Quelle:
www.bertelsmann-stiftung.de
www.idw-online.de
©Foto: Tama66, pixabay.com, Lizenz: CC0