20. November 2016 · Kommentare deaktiviert für „Zwischen Arbeitswut und Überfremdungsangst“ · Kategorien: Lesezeichen, mens sana in corpore sano · Tags: , , , ,

eisenberg_arbeitswut_und_ueberfremdungangstEine Rezension des gleichnamigen Buches von Götz Eisenberg

von Heinz Kreiselmeyer

Anfang Juli erschien unter dem Obertitel „Zwischen Arbeitswut und Überfremdungsangst“ der zweite Band von Götz Eisenbergs „Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus“. Über den ersten Band schreib Matthias Dell: „Eisenberg kommt aus einer Zeit, in der der Himmel die Grenze des Denkens war. Sein an der Kritischen Theorie geschulter Blick nimmt die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite in den Blick.“

So ist es auch diesmal. Die im zweiten Band versammelten Texte stammen aus den letzten Jahren und sind zum größten Teil auf den Nachdenkseiten oder im Online-Magazin Auswege bereits erschienen. … Sie schlagen einen Bogen vom Attentat von Sarajevo, über das Pegida- und AfD-Unwesen, den Flugzeug-Amok in den französischen Alpen, die Debatten um den Verbleib Griechenlands in der Europäischen Union bis hin zu dem, was man als “ islamistischen Terror“ und „Flüchtlingskrise“ bezeichnet…. weiter


zur Rezension des ersten Bandes von Götz Eisenberg: “Zwischen Amok und Alzheimer: Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus”

 

18. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Umgang mit Flucht nach Deutschland – notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Mikrophon.gifMitteilung: Deutsche Gesellschaft für Psychologie

Prof. Dr. Ulrich Wagner, Sozialpsychologe an der Universität Marburg, im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie … lesen

 

brief.pngOffener Brief vom 15.09.2015 mit dem Titel:
Umgang mit Flucht nach Deutschland – notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht

An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
An die Fraktionen im Bundestag
An die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
An die Fraktionen in den Landtagen

gez. von Prof. Dr. Ulrich Wagner, Philipps-Universität Marburg et. al.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
sehr geehrte Damen und Herren,

Umfragen zeigen, dass es gegenwärtig große Zustimmung dazu gibt, dass Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden und hier Schutz finden sollen. Die Unterstützung für Flüchtlinge aus der Bevölkerung ist beeindruckend. Es besteht allerdings die Gefahr, dass diese positive Haltung nicht stabil ist und dass zumindest Teile der Gesellschaft in Ablehnung, vielleicht sogar aktive Zurückweisung und Gewalt kippen. Dies hätte massive Auswirkungen auf die Flüchtlinge und den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa. Aus sozialpsychologischer Perspektive sind einige Entwicklungen besorgniserregend, aber – bei entsprechendem Willen – auch vermeidbar. Wir sehen uns daher veranlasst, hierzu aus wissenschaftlicher Perspektive Stellung zu beziehen. … weiter

Den Brief lesen auf der Seite der Philipps Universität Marburg – inkl. aller Unterschriften – Stand: 16.2.2016

18. Juli 2015 · Kommentare deaktiviert für Von Grillen und Ameisen · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Peripherie · Tags: , , , ,

water-291506_by_mjthomas_pixabay_CC0Sozialpsychologische Aspekte des Griechenland-Bashings und der Sparpolitik

von Götz Eisenberg

Wer hart arbeiten und sich ständig am Riemen reißen muss, droht zu einem Menschen des Ressentiments zu werden. Die Gewalt, die nötig war, um Menschen in Arbeitswesen zu verwandeln, wird in der Wut spürbar, mit welcher der arbeitende Mensch auf diejenigen reagiert, die es real oder vermeintlich besser haben. Es geht im Folgenden um die sozialpsychologischen Aspekte der Auseinandersetzung der Europäischen Union mit ihrem Außenseiter Griechenland und der dortigen Regierung. Was spielt sich unterhalb der Ebene der offiziellen Texte ab? Von welchen unbewussten psychischen Energien und emotionalen Kräften werden die Debatten angetrieben? … weiter


©Foto: mjthomas, pixabay.com, CC0

14. Februar 2015 · Kommentare deaktiviert für Zwischen Amok und Alzheimer: Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus · Kategorien: Lesezeichen · Tags: , , , , ,

Eisenberg_Amok_und_AlzheimerRezension zu Götz Eisenbergs neuem Buch

von Brigitte Pick

Götz Eisenberg hat ein sehr lesenswertes Buch – etwas eigenwillig strukturiert – geschrieben, das mit einem klaren Standpunkt aufwartet und ein Angebot zur Orientierung bietet. Er selbst nennt sein Buch „eine Collage von essayistischen Fragmenten, keinen in sich geschlossenen Text.“ (S.28) Das schließt Redundanzen ein.

Der Autor, der uns auch an seiner politischen Sozialisation Ende der 1960er teilhaben lässt, bekennt sich weiter als freischwebender Linker und ist nicht zum Wertekonservativen mutiert. „Die Erzeugung des Menschlichen ist das Kriterium von Emanzipation, weniger die abstrakte politische Entscheidung zwischen links und rechts.“ (S.129)

Er beschreibt an vielen Beispielen eine Gesellschaftsform, die zu zerbrechen scheint. Seine Beobachtungen aus dem Alltag, die man als bereichernd, nachvollziehbar und teilweise sehr komisch empfindet, untermauert er mit sozialpsychologischen Erklärungen. Man kann auf der Straße lernen, wenn man die Augen offen hält und die Sinne wach hält. Andere stellen sich taub und nennen ihre Gehörlosigkeit Realismus. … weiter

30. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Krieg liegt in der Luft. Zur sozialpsychologischen Funktion des Feindes · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Sozialpsychologische Anmerkungen von Götz Eisenberg

Klassengespaltene und krisengeschüttelte Gesellschaften bedürfen eines äußeren Feindes, um sich zu einen und ein großes Wir über den inneren Zerreißungen entstehen zu lassen. „Wer keinen Feind mehr hat, begegnet ihm im Spiegel“, hat Heiner Müller lakonisch bemerkt. Und wer will das schon?

Nach dem Untergang des Ostblocks war die Position des Feindes vakant. Spätestens seit dem 11. September 2001 hat diese Funktion „der islamistische Terror“ übernommen. … weiter


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  … und hier geht es zu den anderen Texten von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

21. November 2013 · Kommentare deaktiviert für Die Vermessung der Innenwelt · Kategorien: Essenzen aus Pädagogik & Psychologie · Tags: , , , ,

von Götz Eisenberg

„Niemand ist berechtigt, sich mir gegenüber so zu benehmen, als kennte er mich.“
Robert Walser

„Jeder Mensch is ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.“
Georg Büchner

Im Wartezimmer meines Zahnarztes blättere ich in der Zeitschrift stern (vom 13. Juni 2013) und stoße auf ein Interview mit der Hamburger Polizeipsychologin Claudia Brockmann. Sie hat gerade das Buch Warum Menschen töten: Eine Polizeipsychologin ermittelt herausgebracht. Seit dem Erfolg von Ferdinand von Schirachs Buch Verbrechen schreibt jeder, der beruflich mit Straftätern zu tun hat, ein Buch und versucht, von dem Verbrechens-Hype zu profitieren. Es ist ein eigenartiges Angst-Lust-Gemisch, das ihn befeuert, wie man neuerdings sagt. … weiter

Anm.: Der Text Die Vermessung der Innenwelt stammt aus Eisenbergs demnächst im Gießener Focus-Verlag erscheinenden neuen Buch Zwischen Amok und Alzheimer. Zur Sozialpsychologie des globalen Kapitalismus. Weiterlesen »

28. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Fußballpatriotismus, Amokläufe, Occupy – Brückners Thesen in neuem Licht! · Kategorien: Lesezeichen · Tags:

Das Buch "Sozialpsychologie des Kapitalismus – heute. Zur Aktualität Peter Brückners" ist erschienen

Den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang von Ökonomie, Politik, Kultur, Sozialem und Psyche zu denken, war das Anliegen Peter Brückners. Fast vier Jahrzehnte nach Erscheinen seines Werkes Sozialpsychologie des Kapitalismus beschäftigt sich nun der vorliegende Band mit der Aktualität der damals von Brückner eröffneten Perspektiven.

Die Beiträge thematisieren aktuelle gesellschaftliche Konflikt- und Problemlagen aus Psychologie und Gesellschaftswissenschaften, aus den Bereichen Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung, innerpsychologische Kontroversen, Gesundheitswesen und Psychotherapie, Armutsentwicklung, Segregation und Migration sowie Medien, Macht und Subjektivität.

Mit Beiträgen von Claudia Barth, Josef Berghold, Burkhard Bierhoff, Gernot Böhme, Klaus-Jürgen Bruder, Almuth Bruder-Bezzel, Markus Brunner, Gerd Dembowski, Uwe Findeisen, Christoph Jünke, Martin Kronauer, Juliko Lefelmann, Benjamin Lemke, Morus Markard, Bernd Nitzschke, Siegie Piwowar †, Eni Qirjako, Thomas Rudek, Dagmar Schediwy, Kerstin Sischka, Bernd Ternes, Tom David Uhlig, Klaus Weber, Timo K. Werkhofer und Sebastian Winter.

Über die Autoren:

Klaus-Jürgen Bruder, Prof. Dr. phil. habil., ist Psychoanalytiker, Professor für Psychologie und erster Vorsitzender der Neuen Gesellschaft für Psychologie.

Christoph Bialluch, Dr., Dipl.-Psych., unterrichtet Psychologie an Berliner Berufs-, Fach- und Hochschulen.

Benjamin Lemke, Dipl.-Psych., Politikwissenschaftler (B.A.), befindet sich derzeit in der Ausbildung zum Psychologischen Psy-
chotherapeuten in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Sozialpsych_KapitalismusBuchdaten:
Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Benjamin Lemke (Hg.)
Sozialpsychologie des Kapitalismus – heute. Zur Aktualität Peter Brückners
429 Seiten, Broschur, Preis Euro (D): 39,90
ISBN 978-3-8379-2226-4
Buchreihe: Forschung Psychosozial
bestellung(klammeraffe)psychosozial-verlag.de
www.psychosozial-verlag.de

 

 

30. Dezember 2010 · Kommentare deaktiviert für Der Gefrierpunkt des Ich · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , ,

Der losgelassene Markt zerstört das Einfühlungsvermögen

von Götz Eisenberg

gsf – Das Rattenrennen beginnt mit der Geburt, vielleicht sogar bereits davor, schreibt Götz Eisenberg. Wir sind der Hektik, der Unruhe, dem Konkurrenz- und Humankapitaldenken unserer Zeit, unserer Gesellschaft ausgeliefert. In uns macht sich die Jagd nach Erfolg, berührungslose Leere, bodenlose Angst und Gleichgültigkeit breit. Haben wir den Kontakt zur emotionalen Realität verloren?

Dieser und anderen Fragen geht der Autor in seinem Essay über den „Gefrierpunkt des Ich“ nach und untersucht die Wirkmechanismen der Gesellschaft, in der wir leben. … Ich will alles lesen

©Foto: SiepmannH / www.pixelio.de

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