03. September 2014 · Kommentare deaktiviert für Schöner, teurer, besser! Ein Event fürs Goldstück · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

faces-64171_640_by_geralt_pixabay.com_CC0Jetzt kommt der dritte (und letzte) Sommer- und Ferientext im Jahr 2014. Statt "Ferien" wirft Gaby Frydrych einen Blick auf "neoliberale" Kindergeburtstage. Man spricht auch von "Events". Wenn es um Bespaßung und Förderung des Nachwuchses geht, kennen manche Eltern kein Pardong:

 

Schöner, teurer, besser! 
Ein Event fürs Goldstück

von Gaby Frydrych

Manche Kinder lassen sich mit einer Geburtstagsparty bei McDonalds abspeisen – mit Pappkrone und einem Blick hinter die Kulissen. Andere Kinder müssen sich an ihrem Geburtstag mit Schnitzeljagd, Stockbrot und Lagerfeuer begnügen. Es gibt Eltern, die spielen sogar noch Topfschlagen und „Mensch ärgere dich nicht“ mit den kleinen Gästen. Ein Vater hat sich nicht entblödet und eigenhändig Kasperle-Theater aufgeführt. Peinlich.

Manche Eltern machen es sich sehr einfach und gehen mit der fröhlichen Kinderschar ins Kino, in den Zoo oder ins Museum. Ohne einen Workshop gebucht zu haben! Statt Elefantenkunde und Laubhüttenbau gibt es Cola und Bockwurst. Und ein, zwei Eltern richten gar keine Feier aus. „Die wollen sich nicht blamieren….“   … weiter

©Foto: faces by geralt, pixabay.com, Lizenz: CC0

24. August 2014 · Kommentare deaktiviert für Das schwarze Sommerloch · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , ,

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Hier ist er, der zweite unserer launigen Sommer- und Ferientexte von Gaby Frydrych. Diesmal sind die Workaholics dran und die mit Helfersyndrom, die KlassenzimmerferienstreicherInnen, die Schulalbtraumjunkies und die DauerfortbildnerInnen und …  

Das schwarze Sommerloch

von Gaby Frydrych

Die Sommerferien sind die problematischste Zeit im Jahr. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der Ilskirchener Brösel-Eimer-Stiftung. Danach leiden 49,8 Prozent aller Lehrkräfte in den langen Ferien unter Sinnkrisen, Verstimmungen, Alpträumen und zahllosen Varianten von Sucht- und Fluchtverhalten.

Die erste Ferienwoche ist eine besonders kritische Phase. Viele Befragte erwähnen ein mysteriöses schwarzes Loch, in das sie nach der Zeugnisausgabe fallen. … weiter

©Foto: school-desks by jorgekavicki, pixabay.com, CC0

11. August 2014 · Kommentare deaktiviert für Zu Hause ist es am schönsten! · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , ,

sun-382744_640_by_papaya45_pixabay.com_CC0Hier ist er, der erste unserer launigen Sommer- und Ferientexte von Gaby Frydrych. Zwei kommen noch – zum Glück! Sonst hätten wir nichts mehr zum Lesen und die Ferien wären bald vorbei …

 

Zu Hause ist es am schönsten!

von Gaby Frydrych

Es gibt zahlreiche Varianten, sich selbst zu quälen. Verreisen ist eine davon. Mein Bruder verreist gar nicht mehr. Ihm genügt es, auf seiner Veranda zu sitzen und ins Gebüsch zu starren. Er will nicht am Flughafen die Koffer vom drängelnden Hintermann in die Hacken bekommen. Er will nicht in Helsinki zwölf Stunden auf den Anschlussflug nach Madrid warten. Er will nicht in engen Sitzreihen auf andere Kontinente fliegen, in Tuchfühlung mit übergewichtigen Nachbarn. Er will nicht drei Tage lang auf seinen Koffer warten, der unterdessen in Irkutsk gelandet ist. … weiter

©Foto: papaya45 / pixabay.com – Lizenz: CC0

29. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Jahrestag der Mediation in Osnabrück ein voller Erfolg · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Paragraphenreiter · Tags: , ,

Mitteilung: Deutsche Stiftung Mediation

Im Osnabrücker Rathaus drehte sich am Samstag den 26.07. alles um die deutsche Streitkultur. Hier konnten sich interessierte Bürger und Bürgerinnen von Mediatoren über einen neuen Umgang mit Konflikten informieren.

In Schaumediationen konnten sie sehen, wie Mediatoren Streitenden helfen, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Beweggründe des einzelnen zu verstehen und anschließend eine gemeinsame Lösung zu finden. In der Podiumsdiskussion wurden verschiedene Ansätze in der Mediation vorgestellt und diskutiert. … weiter

Quelle: www.deutsche-stiftung-mediation.de

 

29. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Speisezettel von Neandertalern und den Vorfahren heutiger Menschen unterschied sich vermutlich kaum · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Ph-Ch-Bio, Werkzeuge für den Unterricht · Tags: , , ,

Tübinger Forscher und ihr französischer Kollege hinterfragen frühere Deutung von Isotopenanalysen der Knochen

Mitteilung: Eberhard Karls Universität Tübingen

Hinter das Rätsel, warum die Neandertaler vor rund 40.000 Jahren von dem anatomisch modernen Menschen verdrängt wurden, müssen Forscher ein noch größeres Fragezeichen setzen als zuvor.

Einer verbreiteten Hypothese zufolge sollten die Neandertaler im Nachteil gewesen sein, weil ihr Nahrungsspektrum gegenüber dem der Vorfahren heutiger Menschen eingeschränkt war. … weiter

Quelle: Uni Tübingen/idw-online.de

28. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für „Alter, gehst du Bus?“ · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: ,

Mitteilung: Technische Universität Berlin

„Ich schlag‘ dich krankenhausreif“ kann verkürzt werden auf „Isch mach disch urban“. Oder anstatt zu fragen „Gehen wir in das Spaßbad?“ lässt sich die Sache auf „Gehen wir Spaßbad?“ zusammenschrumpfen.

Noch werden solche grammatikalischen Konstruktionen dem sogenannten „Türkendeutsch“ zugesprochen, aber in nicht allzu ferner Zukunft könnten diese reduzierten Sätze zum Standard in der Berliner Umgangssprache geworden sein.

Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Diana Marossek in ihrer Dissertation „Gehst du Bahnhof oder bist du mit Auto? Wie aus einem sozialen Stil Berliner Umgangssprache wird“. … weiter

Quelle: TU Berlin/idw-online.de

23. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Kerl sein – Kulturelle Szenen und Praktikten von Jungen · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Lesezeichen · Tags: , ,

Mitteilung: Hochschule Esslingen

Ein „echter“ Kerl sein – wohl eine der häufigsten Erwartungen, mit denen sich Jungen konfrontiert sehen. Und sicherlich auch eine Wunschvorstellung bei vielen von ihnen.

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01. Juli 2014 · Kommentare deaktiviert für Arm, aber sexy. Personalzirkus in Berlin · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

Gabriele Frydrych nimmt das Berliner Lehrer-Casting unter die Lupe: Schulleitungen auf der Jagd nach requirierbaren​ KollegInnen

Arm, aber sexy.  Personalzirkus in Berlin

von Gabriele Frydrych

Was für ein Mann! Jung, selbstbewusst und „breit aufgestellt“. Fachkraft für Mathe und Physik! Trainer in einem Ruderclub und Gitarrist in einer Klezmer-Band!! Erfahrung als Assistent Teacher in Äthiopien und Usbekistan. 62 Schulleiterinnen und Schulleiter, die mal wieder seit Stunden beim Berliner Lehrer-Casting, sorry, beim „zentralen Einstellungsgespräch“ rumsitzen, lecken sich die Lippen. Der junge Mann erscheint als dringender Erstwunsch auf ihren Personallisten. … weiter


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 ► Weitere Satiren von Gabriele Frydrych im Magazin Auswege

 


! Tipp der Redaktion!

Die Dümmsten aus meiner Klasse sind Lehrer geworden!

Frydrych_die_Duemmsten_aus meiner_Klasse_sind_Lehrer_geworden… von aufwühlenden Schulinspektionen bis hin zu Sinnkrisen in den Sommerferien, von pathologischem Gesprächsverhalten im Lehrerzimmer bis hin zum gelassenen Umgang mit der Pubertät. Die leserInnen erfahren, was Ihre Schüler hinter Ihrem Rücken treiben, auf Klassenfahrten und im Internet. Vielleicht erweitern die KollegInnen dann endlich mal Ihre Medienkompetenz, um den lieben Kleinen und ihren Plagiaten gewachsen zu sein!

Frydrych, Gabriele.: "Die Dümmsten aus meiner Klasse sind Lehrer geworden!", Books on Demand, 172 S., 11,90 €, 1. Auflage 2013

23. Juni 2014 · Kommentare deaktiviert für „Religionen ordnen die Frau dem Mann unter“ · Kategorien: Kultur- und Lebenswege, Lesezeichen · Tags: , ,

Stollberg-Rilinger_Als_Mann_und_Frau_schuf_er_sieHistorikerin Barbara Stollberg-Rilinger gibt Buch über umstrittene Geschlechterfragen heraus – Burka-Verbote, Frauen in der Kirche, Sexualnormen, Feminismus im Judentum

Mitteilung: Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Die monotheistischen Weltreligionen haben in der Vergangenheit Frauen traditionell den Männern untergeordnet. Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster erläutert, „das geht auf die patriarchalischen Gesellschaften zurück, in denen Judentum, Christentum und Islam entstanden sind und die sich in Torah, Bibel und Koran niedergeschlagen haben.“ Die Wissenschaftlerin hat unter dem Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ ein Buch zum Verhältnis von Religion und Geschlecht herausgegeben. … weiter

Quelle: Uni Münster/idw-onlne.de

22. Juni 2014 · Kommentare deaktiviert für Christopher Street Day: Wirkliche Gleichstellung nur mit Ergänzung des Grundgesetzes · Kategorien: Kultur- und Lebenswege

dgb.jpgMitteilung: DGB

Anlässlich des diesjährigen Christopher Street Day sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:

"Wir brauchen eine wirkliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und intersexuellen Menschen in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz, mit Diskriminierungen jedweder Art muss endlich Schluss sein. … weiter

Quelle: www.dgb.de