30. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für „BAföG-Reform: Jetzt schlägt die Stunde des Parlaments“ · Kategorien: Standpunkte und Kommentare

Bildungsgewerkschaft fordert gründliche Überarbeitung des Regierungsentwurfs

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a. M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Deutschen Bundestag aufgefordert, den Gesetzentwurf für eine Novellierung des Bundesaubildungsförderungsgesetzes (BAföG) gründlich zu überarbeiten. „Der Regierungsentwurf weist zwar mit der geplanten Anhebung der Bedarfssätze und Freibeträge in die richtige Richtung, diese bleiben aber weit hinter den gestiegenen Lebenshaltungskosten zurück. Weiter fehlt im Gesetzentwurf jeder Ansatz für die überfällige Strukturreform der Ausbildungsförderung. Das Parlament muss den Regierungsentwurf daher gründlich gegen den Strich bürsten, damit die BAföG-Novelle kein Reförmchen bleibt, sondern eine echte Reform wird“, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, mit Blick auf die heutige Entscheidung im Bundeskabinett. Weiterlesen »

28. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Im Erinnern zusammenstehen · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Bildungsreise anlässlich des Gedenktages der Opfer des Holocausts

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Die beiden größten Lehrergewerkschaften Deutschlands, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE), nahmen anlässlich des „Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“ gemeinsam an einer Veranstaltung israelischer, polnischer und deutscher Bildungsgewerkschaften in Polen teil. Neben dem Austausch über die Erinnerungskultur in den beteiligten Ländern stand der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, welches am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee befreit wurde, im Fokus der Reise. Weiterlesen »

19. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Bedeutungsverlust der Kinder- und Jugendarbeit nimmt dramatische Ausmaße an · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , ,

Mitteilung Deutsches Kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert den weiteren Bedeutungsverlust der Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland. Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass der Anteil der Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit an den Gesamtausgaben der Kinder- und Jugendhilfe mit 3,93 Prozent den niedrigsten Wert seit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes erreicht hat. „Damit ist der Anteil der Aufwendungen für die Kinder- und Jugendarbeit an den Gesamtausgaben der Kinder- und Jugendhilfe erstmals unter vier Prozent gefallen. In den letzten Jahren mussten mehrere tausend Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, beispielsweise Jugendklubs, Abenteuerspielplätze, Mädchentreffs und Spielmobile, ihre Arbeit aufgrund finanzieller Probleme einstellen, die Zahl der Vollzeitstellen in diesem Bereich ist geradezu dramatisch zurückgegangen. Gleichzeitig hat die Kinder- und Jugendarbeit heute mehr Arbeit als früher, weil sie beispielsweise vermehrt Angebote in Schulen am Vormittag abdecken und mehr Kinder und Jugendliche Bedarf zum Beispiel an psycho-sozialer Unterstützung haben“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. Weiterlesen »

16. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Minderjährige bei der Bundeswehr · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Bundeswehr-Werbung in Schulen verbieten

Miteilung: IPPNW

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Anhebung des Rekrutierungsalters für den Militärdienst auf 18 Jahre sowie das Verbot jeglicher Bundeswehr-Werbung bei Minderjährigen. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Bundeswehr im Jahr 2018 1.679 Minderjährige rekrutiert, gut ein Fünftel davon waren junge Frauen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl etwas gesunken, bleibt aber weiter auf einem skandalös hohem Niveau.

Die hohe Zahl an Minderjährigen in der Bundeswehr ist das Ergebnis einer aggressiven Werbung der Bundeswehr in Schulen, bei Ausstellungen und Messen, Vorträgen in Jobcentern, Arbeitsagenturen und Berufsinformationszentren. Bei diesen Veranstaltungen wirbt die Bundeswehr insbesondere bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren.

In Youtube-Clips wie »Die Rekruten« oder »Mali« inszeniert die Bundeswehr den Kriegsdienst als Abenteuererlebnis. Unterstützt werden diese Bemühungen durch zahlreiche Aktivitäten in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Snapchat. Dabei wird über die tatsächlichen Folgen von Kriegen hinweggetäuscht.

Als Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erfahren wir mittelbar das Leid, das Kriegseinsätze verursachen. »Menschen und insbesondere Minderjährige vor diesen traumatischen Belastungen zu bewahren, liegt in unserer ethischen Verantwortung«, so Jeremia Weber, Medizinstudent und IPPNW-Mitglied aus Hannover.

Der Einsatz von Jugendlichen unter 18 Jahren als Soldatinnen und Soldaten in bewaffneten Konflikten verstößt gegen den Geist der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Deutschland gehört zu den wenigen Vertragsstaaten, die minderjährige Freiwillige für die Streitkräfte anwerben. Damit macht sich die Bundesregierung in ihren Bemühungen gegen den Einsatz von Kindersoldaten unglaubwürdig.

Ein IPPNW-Schülerinformationsblatt „Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet finden Sie unter

 https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/schuelerinformationsblatt_2018.pdf


PM v. 16.1.2019
Angelika Wilmen
Pressesprecherin
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkrieges (IPPNW)
www.ippnw.de

12. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Metaanalyse zur Psychologie der Unehrlichkeit · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Mitteilung: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Von der Schummelei bei der Steuerklärung bis zu den großen Korruptionsskandalen – immer wieder lügen Menschen, um sich Vorteile zu verschaffen. In experimentellen Studien wird erforscht, welche persönlichen und umweltbedingten Faktoren Menschen zu Lügnern machen.

Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Technion – Israel Institute of Technology haben eine umfangreiche Metaanalyse zum Lügen durchgeführt, die Erkenntnisse aus 565 Studien zusammenfasst. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Tendenz zu Unehrlichkeit von Alter und Geschlecht abhängt. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Psychological Bulletin veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.mpib-berlin.mpg.de
www.idw-online.de

06. Januar 2019 · Kommentare deaktiviert für Die Redaktion nimmt Abschied von Hans Grillenberger · Kategorien: Standpunkte und Kommentare

Die Redaktion des Magazins AUSWEGE nimmt Abschied von ihrem Mitbegründer und Redaktionsmitglied

Hans Grillenberger

Sein Tod hat uns völlig unvorbereitet getroffen und zutiefst erschüttert. Wir trauern um einen lieben Freund, Mitstreiter und Kollegen, der uns durch viele Jahrzehnte hinweg mit seiner Herzlichkeit und seinem Mitgefühl, seinem Gegen-den-Strich-Denken und seiner nie versiegenden Kreativität und Tatkraft zur Seite gestanden hat.

Hans war seit seinem Lehramtsstudium in den siebziger Jahren in Nürnberg in der GEW aktiv, zuletzt als Kreisvorsitzender des KV Ansbach und war Mitbegründer und Redakteur des Online-Magazins „Auswege“.

Wir werden Hans nie vergessen und unendlich vermissen.

Joscha Falck
Günther Schmidt-Falck

 

Überlastungsanzeige


Brigitte Pick hat uns diese Überlastungsanzeige weitergeleitet:

Über einen guten Freund erreicht mich der Brief einer Lehrerin, die auch ich entfernt kenne, die an ihre Grenzen der Belastbarkeit gerät.

Leider will sie anonym bleiben, da sie Nachteile befürchtet. So ist das in der Konkurrenzgesellschaft heute offensichtlich. Sie sagt, in Berlin interessiere die Zeitungen ihr Brief nicht. Vielleicht liegt es daran, dass er anonym ist und man nicht weiter nachfragen kann.

Ich sehe nirgendwo, dass sich die Verhältnisse in der Schule trotz Strukturreformen bessern, denn es fehlt an Personal, an Stundenreduzierung und weniger am Geld. In Berlin zahlt man nun den Lehrern an sogenannten Brennpunktschulen 300 Euro mehr. Ob das die Qualität verbessert? Ich glaube kaum.

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Hier ist der Brief der Berliner Kollegin: Weiterlesen »

10. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine Erfolgsgeschichte” – 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags:

Aus Anlass des 70.Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

“Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine Erfolgsgeschichte. Viele Menschenrechtsaktivisten berufen sich seit 1948 täglich auf diesen universalen Maßstab. Menschen überall auf der Welt wissen genau: Es ist im ureigenen Interesse aller, für die Menschenrechte einzutreten – für die eigenen Rechte wie für Rechte anderer. Denn nur wo es eine wache Zivilgesellschaft gibt, die die politisch Verantwortlichen immer wieder auf Missstände hinweist und Lösungen vorschlägt, da kann eine Gesellschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern. In Deutschland setzen sich viele Menschen für die Menschenrechte hierzulande und weltweit ein, in der Politik, im Ehrenamt und in ihrer alltäglichen Arbeit. Und das ist gut so!”


Quelle:
PM v. 9.12.2018
www.institut-fuer-menschenrechte.de

09. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für Hochqualifiziert zugewandert – und dann? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: ,

Mitteilung: Universität Duisburg-Essen

Viele Zugewanderte sind zwar hochqualifiziert, finden hier aber keine passende Beschäftigung. Oft arbeiten sie in Einfach-Jobs oder sind auf Arbeitslosengeld oder andere Sozialleistungen angewiesen. Die wenigen Programme zur Nach- und Weiterqualifizierung an deutschen Hochschulen reichen nicht aus, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). … weiter


Quelle: 
www.uni-due.de
www.idw-online.de

03. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für „Gemeinsames Lernen hat Erfolg“ · Kategorien: Bildungs- und Sozialpolitik, Standpunkte und Kommentare · Tags:

In der taz haben wir ein Interview mit Johannes Bastian, Redaktionsleiter der Zeitschrift “Pädagogik” und Prof. i. R. für Erziehungswissenschaft an der Uni Hamburg gefunden. Er spricht über seine wissenschaftliche Begleitung von 18 Berliner Gemeinschaftsschulen:

„Gemeinsames Lernen hat Erfolg“

Schulentwicklungsforscher Johannes Bastian hat das Pilotprojekt zu Berliner Gemeinschaftsschulen wissenschaftlich begleitet. Was bedeuten seine Erkenntnisse für andere Bundesländer? Das ganze Interview lesen