Geographische Bildung wichtiger denn je!

Mitteilung: Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG)

Etwa 25 000 Schülerinnen und Schüler protestierten am 18. Januar 2019 bundesweit und in der Folge immer wieder gegen die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen gegen den Klimawandel. Dort, wo der Klimawandel immer noch nicht offiziell ein Thema im Unterricht ist, fordern sie „Klimawandel im Lehrplan (…und) kämpfen für grundlegende Änderungen in ihrem Lehrplan“ (COLLINS & OSBORNE 06.02.2019).

Angeregt von der Aktion Fridays for Future fanden sie den Mut, sich trotz möglichen unentschuldigten Fehlens im Unterricht an diesem Protest zu beteiligen und ein Zeichen zu setzen – gegen Ignoranz, faule Kompromisse…, für das Klima und damit für die Zukunft. Es gilt die Schulpflicht und zugleich die Pflicht zum Klimaschutz!

Wir Erwachsenen sollten uns freuen, wenn Schülerinnen und Schüler sich kritisch äußern, politisch engagieren und bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Das ist Grund für Optimismus! … weiter


Quelle:
www.geographie.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Grundschülerinnen und –schüler, die ihren Sachunterricht in englischer Sprache erhalten, haben nicht nur deutlich bessere Englischkompetenzen, sondern weisen auch in den Fächern Deutsch und Mathematik bessere Leistungen auf als Kinder in herkömmlichen Klassen.

Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Heiner Böttger (Professur für Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, KU), der mit seinem Team seit 2015 den bayernweiten Modellversuch „Lernen in zwei Sprachen – Bilinguale Grundschule Englisch“ wissenschaftlich begleitet. … weiter


Quelle:
www.ku.de
www.idw-online.de

Mitteilung: Technische Universität Chemnitz

Zu langweilig, zu veraltet, zu wenig interaktiv – das sind wesentliche Erkenntnisse einer Untersuchung der Technischen Universität Chemnitz zum Einsatz didaktischer Methoden, dem Interaktionsverhalten von Dozentinnen und Dozenten mit den Studierenden sowie zur Wirksamkeit pädagogisch-psychologischer Beratung der Lehrenden in Vorlesungen.

Vorgelegt hat die Studie Dr. René Bochmann, Lehrbeauftragter an der Professur für Pädagogische und Entwicklungspsychologie der TU Chemnitz. … weiter


Quelle: www.tu-chemnitz.de
Foto: Nikolay Georgiev auf pixabay.com (Lizenz)

Wider eine missratene Inklusionskritik

von Hans Wocken

In der Online-Ausgabe des Magazins „Cicero“ hat Ewald Kiel unter dem Titel „Inklusion – Die säkulare Religion“ einen kritischen Beitrag zum Inklusionsdiskurs publiziert (2018).

„Cicero“ ist ihrem Selbstverständnis nach ursprünglich eine liberal-konservative Zeitschrift. Die Tageszeitung „taz“ hat indes in einer gediegenen Recherche ermittelt, dass das Magazin seit der Flüchtlingskrise mehr und mehr dem konservativen Zeitgeist gefolgt ist und einen nennenswerten „Rechtsruck“ vollzogen hat (taz 2016). Ewald Kiel bekleidet eine Professur für Schulpädagogik an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) in München und ist erst seit Neuerem mit inklusionspädagogischen Fragen befasst.

Der Artikel kündigt schon im Titel eine skeptisch-distanzierte Sicht der Inklusion an und lässt auch im Weiteren keinen Zweifel an der kritisch-oppositionellen Haltung des Autors. Der dreiseitige Aufsatz enthält nicht eine einzige Aussage, die Inklusion mindestens im Grundsatz positiv wertet oder als eine wünschenswerte bildungspolitische Option ansieht.

Aus der geballten Zusammenstellung von uninformierten Missverständnissen, tendenziösen Unterstellungen, radikalisierenden Übertreibungen und antiinklusiven Ressentiments sollen hier in Auswahl einige Sentenzen aufgegriffen und in bündiger Kürze antikritisch beantwortet werden. … weiter


Zur Information: taz-Artikel von Anne Fromm mit dem Titel: Ein neuer Ton. Rechtsruck beim Magazin “Cicero” (v. 2.7.2016)

 

Über die aktuelle Diskurskultur und die Rolle der digitalen Medien, über Populisten und freie Kommunikation

von Hasso Rosenthal

  • Die gegenwärtige Diskurskultur spiegelt scheinbar eine „tiefe Krise der Demokratie“.
  • In der ganzen Republik treffen sich regelmäßig Bürgerinnen und Bürger, um in Vereinen, Gewerkschaften und Parteiuntergliederungen miteinander zu diskutieren. Demokratie funktioniert bei uns.
  • Dagegen stehen Dresden, Chemnitz usw. für Aufmärsche der Feinde des Diskurses, des Dialogs, weil sie mit gegenteiligen Auffassungen nicht leben wollen.
  • weiter

Grafik: geralt auf pixabay.com (Lizenz)

 

Forschende der Universität Bielefeld erstellen bundesweites Ranking 2018

Mitteilung: Universität Bielefeld

Politische Bildung ist in deutschen Schulen deutlich schwächer vertreten als Geschichte und Geografie – das zeigt das „Ranking Politische Bildung 2018“ von Professor Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak von der Universität Bielefeld. An bayerischen Gymnasien sind zum Beispiel neunmal mehr Wochenstunden für Geschichte und achtmal mehr Wochenstunden für Geografie als für Politische Bildung vorgesehen. Die Studie, die am 26.03.2019 erschienen ist, dokumentiert erneut erhebliche Unterschiede im Ländervergleich.

Die Gruppe der Bundesländer, die am wenigsten Zeit für Politische Bildung vorsehen, hat sich gegenüber dem Ranking 2017 nicht verändert: Bayern, Thüringen, Berlin und Rheinland-Pfalz bilden noch immer die Schlusslichter. … weiter


Quelle:
www.uni-bielefeld.de
www.idw-online.de

Welt-im-Wandel-TV hat ein Gespräch mit Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker veröffentlicht. Auf Youtube im Begleittext heißt es dazu:

Die Welt ist kompliziert geworden und es ist nicht einfach, Lösungen für eine bessere Zukunft aufzuzeigen. Doch gibt es Lösungen für die Menschheit in Zeiten von Umweltkatastrophen, Kriegen und Krisen? In diesem Gespräch mit Moderatorin Angela Elis zeigt Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, einer der 100 einflussreichsten Vordenker weltweit, Wege auf, wie jeder einzelne seinen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann.
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=4roErUzRPiA)

Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden.
Originallink, wenn das Filmfenster nicht sichtbar sein sollte:
https://www.youtube.com/watch?v=TQhs2axibkU

Studie unter Beteiligung der Universität Konstanz weist negative Auswirkungen eines leistungsstarken Umfelds bei SchülerInnen auf das individuelle emotionale Wohlbefinden nach

Mitteilung: Universität Konstanz

Big-fish-little-pond-Effekt nennt sich das Phänomen, das für die Selbsteinschätzung von Menschen von immenser Bedeutung ist. Ein Fisch empfindet sich selbst als groß, wenn er in einem vergleichsweise kleinen Teich schwimmt.

Soll heißen: Bewegt sich eine Person in einem relativ leistungsschwachen Umfeld, profitiert deren Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten. Das sogenannte Selbstkonzept dieser Person wird somit gestärkt. Sie ist der big fish unter den vielen kleinen Fischen im Teich. Wird dieselbe Person in einen leistungsstarken Kontext versetzt, leidet die Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten – bei gleicher Leistungsfähigkeit. Der ursprüngliche big fish wird nun zum little fish. … weiter


Quelle:
www.uni-konstanz.de
www.idw-online.de

Am 14.3.2019 erschien in MiGAZIN ein Artikel von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu zur in NRW laufenden Debatte, welche Fremdsprachen GrundschülerInnen lernen sollen:

WARUM NUR ENGLISCH?
Wir brauchen eine Reform im Sprachunterricht für Schulkinder
Wäre es nicht sinnvoller, in Grundschulen „Migrantensprachen“ wie Arabisch, Türkisch oder Kurdisch anzubieten statt Englisch? Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu über die Englischunterricht-Debatte an nordrhein-westfälischen Grundschulen. Den ganzen Artikel lesen

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge hat einen Erklärfilm zur dualen Berufsausbildung herausgegeben. Den Film gibt es auf Deutsch, Arabisch, Farsi, Tigrinya und Englisch (in Form von Untertiteln).

Auf der Seite des “Netzwerkes” heißt es dazu:

Unser neuer Erklärfilm soll den Mitgliedern des NETZWERKs dabei helfen Mitarbeiter und potenzielle Mitarbeiter mit Fluchthintergrund für die duale Berufsausbildung in Deutschland zu begeistern. Aber auch Willkommenslotsen, Flüchtlingskoordinatoren, Lehrkräfte und Ehrenamtliche können den Film nutzen, um bei der Beratung und Betreuung geflüchteter Menschen für die Berufsausbildung zu werben. Der Erklärfilm stellt das duale Ausbildungssystem und eine Auswahl der über 330 verschiedenen Ausbildungsberufe kurz und knapp vor. 

(Quelle: https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/news/erklaerfilm-zur-dualen-berufsausbildung/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=28-02-2019+März+Newsletter&utm_content=Mailing_11260155)

Der Film erklärt wichtige Merkmale der dualen Berufsausbildung. Die 4 Minuten sind zwar dicht gedrängt mit Informationen (… die sehr schnell gesprochen werden)  über die schulische und betriebliche Ausbildung, die Ausbildungsvergütung und diverse Ausbildungsberufe, für Flüchtlinge und auch für deutsche Schüler vor einer Berufswahl bieten sie jedoch eine brauchbare Erstinformation!


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