16. April 2010 · Kommentare deaktiviert für Sprache und Gewalt · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

pixelio_Gerd-Altmann.gifvon Brigitte Pick

Momo wird am 4.1.2008 18 Jahre alt, volljährig, aber nicht selbständig. Er wird unter Kuratel gestellt, unterstellt man ihm psychotisch-schizophren zu sein. Ich bin bereit die Aufgabe einer Betreuerin zu übernehmen. Wir treffen uns Ende des Jahres 2007 mit Martha und Wolfgang zum gemeinsamen Essen beim Spanier in Kreuzberg. Momo hat seine Psychopharmaka reduziert, er ist lebhaft, manche finden das anstrengend – der nervt. Momo will immer wieder über sein Leben erzählen. Er freut sich, wenn man ihm zuhört, endlich mal. Seine zahlreichen Raps spiegeln seine unerfreulichen Erlebnisse wider, aber auch seine Sehnsüchte und Ängste.  …weiter

© Foto: Gerd Altmann/www.pixelio.de

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16. April 2010 · Kommentare deaktiviert für Sie irren, Herr Prantl! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , ,

Logo Gegenrede.gifGegenRede 7

von Freerk Huisken

Eiszeiten der Erziehung“ heißt der Artikel, in dem sich Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung vom 10./11.04.10 zum Thema Gewalt in der Erziehung äußert.

Unser Autor antwortet Heribert Prantl und wirft neue Fragen auf:

  • Ist die Abkehr von äußerst rohen Methoden der Erziehung bereits eine grundlegende Korrektur von Erziehungszielen?
     
  • Wann ist ein Mensch eigentlich mündig? Ist es mündig, wenn sich ein junger Bürger demokratischer Herrschaft mit Überzeugung unterwirft?
     
  • Bauen wir mit modernen Erziehungsmethoden Konkurrenzdenken, Anpassung, Leistungsdruck ab und fördern die Mündigkeit der Heranwachsenen oder sorgen wir damit sogar für die Verfestigung der Unmündigkeit?
     
  • Lässt sich das individuelle Wollen mit dem gesellschaftlichen Sollen unter einen Hut bringen?

Freerk Huisken präsentiert spannende Antworten. … weiter

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16. April 2010 · Kommentare deaktiviert für “Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt”: Kinder sind wunderbar, Eltern auch – aber nicht immer! · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Dr. Jan-Uwe Rogge beschäftigte sich an der Hochschule Harz (FH) im Rahmen der "Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt" mit der spannenden Frage "Brauchen Kinder Grenzen?"

Bericht: gsf/idw/Hochschule Harz

Eine der Kernfragen der Erziehung, nämlich ob Kinder Grenzen brauchen, beantwortete der renommierte Verhaltens- und Sozialwissenschaftler Dr. Jan-Uwe Rogge am Freitag, dem 9. April, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Bildungsreise durch die kindliche Lebenswelt". Weiterlesen »

21. März 2010 · Kommentare deaktiviert für Auge um Auge? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , ,

von Assunta Tammelleo

Das aktuell wohl medienwirksamste Thema der letzten Wochen ist der Kindesmissbrauch. Wie kaum ein zweites geeignet, das Volk in Aufregung, seine Seele zum Kochen und seine Stammtischbelegschaften zur Verbrüderung zu bringen. Schließlich gibt es doch kaum Verwerflicheres, Abscheulicheres, Gemeineres als der Missbrauch an Minderjährigen, Schutzbefohlenen, Hilflosen. … weiter

Quelle: Humanistischer Pressedienst

09. März 2010 · Kommentare deaktiviert für Integration an der Realschule – die beste Zeit in unserem Pädagogenleben · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , ,

von Altrud Gönnert und Vicco Meyer

Das Thema einer GEW-Veranstaltung: Inklusion – dargeboten von Herrn Professor Wocke aus Hamburg, hat in uns beiden, Vicco Meyer und Altrud Gönnert, den Wunsch erweckt, etwas über die vier Jahre zu erzählen, die wir mit einer Integrationsklasse in Stade an der Realschule Süd von 1999 bis 2003 verbrachten.

Keineswegs mit wehenden Fahnen erklärte sich das Kollegium der Realschule mit nur einer Stimme Mehrheit bereit, das Wagnis einer Integrationsklasse ab 7. Klasse an einer „weiterführenden“ Schule zu unternehmen. … weiter

07. März 2010 · Kommentare deaktiviert für Zum Thema Odenwaldschule · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Randnotizen.gifvon Günther Schmidt-Falck

Im Strudel der sexuellen und gewaltätigen Missbräuche an katholischen Einrichtungen blubbert nun auch erneut der Morast an einer weltlichen Schule, der Odenwaldschule, hoch. Als reformpädagogisches Vorzeigeprojekt von vielen (… den meisten von uns?) in den 70er und 80er Jahren mit feuchten Augen bestaunt, blättert nach den ersten massiven Schadensmeldungen Ende des 20ten Jahrhunderts nun auch noch 2010 der letzte Lack ab. Die Ikone der Reformpädagogik à la Wagenschein und Becker taugt nicht mehr recht zum Anbeten. Die ehemals “Guten” stehen in Gefahr, nun zu den “Bösen” gezählt zu werden. Weiterlesen »

05. März 2010 · Kommentare deaktiviert für Ameisenhaufen · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

ant_sng.gifDie Schulinspektoren kommen – eine Anstalt verfällt in hektische Betriebsamkeit

von Gabriele Frydrych

"Als hätte man mit einem Stock in einen Ameisenhaufen gepiekt! Eine ganze Schule gerät in kollektive Lehrprobenstimmung. Gestandene Kollegen fragen ihre Fachbereichsleiter: „Kann ich so was machen?“ oder „Was ist eigentlich ein Portfolio?“ Seit vier Monaten ist bekannt, dass die Inspektoren kommen. …"

Gabriele Frydrych erzählt in ihrer entlarvenden Satire von der "Notlage" der KollegInnen, als eine Schulinspektion ins Haus steht: Stapelweises Kopieren, Briefing, existenzielle Hektik, beginnende Sinnkrisen, Schweißperlen … – ein Lehrkörper unter Druck. So isses eben, wenn Tester, Gutachter, Evaluatöre ins Haus kommen. Lesen Sie selbst!

12. Februar 2010 · Kommentare deaktiviert für Missverständnis „Chancengleichheit“ · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , ,

Logo GegenredeGegenRede 6

von Freerk Huisken

gsf – Freerk Huisken untersucht in seiner GegenRede Nr. 6 die “Chancengleichheit” in Schule und Bildung. Er kommt u.a. zu dem Schluss:

Chancengleichheit hat also mit vernünftiger Organisation des Lernens nichts zu tun. Im Gegenteil, sie steht für die schulische Unvernunft, die das Lernen als Leistungslernen, also als Konkurrenzveranstaltung zwischen allen Schülern einer Klasse oder eines Jahrgangs veranstaltet.

Er setzt dagegen:

Würde man jedem Schüler und jeder Schülerin zum Lernen des Unterrichtsstoffes soviel Zeit, dazu die Mittel und Hilfestellungen einräumen, die sie jeweils benötigen, dann hätte sich die Sache mit der Chancengleichheit erledigt. Zur Aneignung von Wissen und Kenntnissen braucht es nämlich keine Chancen und schon gar keine gleichen Chancen. Die stören dann nur. Es braucht nur Umstände, die den individuellen Bedingungen des Lernenden entsprechen.

… weiterlesen

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20. Januar 2010 · Kommentare deaktiviert für Von Klassen- oder Rassenfragen? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , , , , , ,
pixelio_Christoph-Aron.jpg

©Foto: Christoph Aron(pixelmaster-x)/www.pixelio.de

Anmerkungen zu den „ Überflüssigen“

von Brigitte Pick

gsf – Die AUSWEGE-Autorin hat sich diesmal die Marginalisierten, die  Überflüssigen genauer angesehen. Wer sind sie? Woher kommen sie? Wie geht es ihnen? Wie sieht ihre Zukunft aus?

Brigitte Pick beschreibt Diskriminierungen, fehlende oder missglückte Integrationsversuche, knöpft sich den unüberhörbaren Thilo Sarrazin vor, der “seine Genossen [von der SPD] gelegentlich erschreckt ”  und stellt fest, dass “Zahlen keine sachdienliche Aussage über den Integrationsprozess geben [können]”. In einem Ausblick erörtert sie die Parallelgesellschaften der Zukunft.

Ihr Aufsatz endet mit einem Ausblick in eben diese Zukunft:

In einigen Vierteln boomen die Sozialkaufhäuser, in anderen entstehen abgeschirmte und bewachte Gettos der Reichen, so genannte „green zones.“ Oder es entstehen Camping Plätze als Wohnquartiere wie in den USA zu besichtigen. Bisher kaschiert Camping Urlaub heute noch die eigene Verwahrlosung und nennt sich Erholung der unkonventionellen Art.

→ Und hier geht es zum Anfang des Aufsatzes.

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09. Januar 2010 · Kommentare deaktiviert für Replik: Der Bildungsstreik als Planspiel? · Kategorien: Standpunkte und Kommentare · Tags: , , , ,

Replik.gifReplik auf den Kommentar „Planspiel Bildungsstreik“ von Joscha Falck, Magazin Auswege, 27.11.2009
von Michael Schmitt

gsf – "Mit dem Begriff des Planspiels beschreibt Joscha Falck die aktuellen Proteste der Studierenden im Bildungsstreik. Eine spannende Idee, wie ich finde, die nochmals die Möglichkeit gibt, diese vermeintliche Bewegung näher unter die Lupe zu nehmen." So beginnt der Autor seine Replik.

Im ersten Teil untersucht Michael Schmitt Merkmale und Einsatzgebiete des Planspiels. Er kommt zunächst zu dem Schluss, dass das Planspiel Probehandeln und Problemlösungen im sozialen System ermöglicht, fordert dann aber, dass Bildungskritik eine gesellschaftliche Utopie mitdenken muss.

Sein Resümee: "Die Ansätze, über eine Besetzung in größerem Maße Basisdemokratie einzuüben sind gut und benötigen Zeit. Jedoch sollte auch die inhaltliche Auseinandersetzung ausgeweitet werden, dahingehend, dass gesellschaftliche Mechanismen reflektiert und kritisiert werden."

Zum Schluss kritisiert der Autor trotz der berechtigten Kritik am Bildungssystem durch die StudentInnen "die quasifamiliären Beziehungen" unter den Besetzenden, die zum Teil auftretenden sexistischen und rassistischen Praxen und fragt nach dem Eventcharakter des Protests.

Der Text ist (Anm. gsf: im eigentlichen Sinne weniger eine Replik, denn) eine sehr interessante Erweiterung des ursprünglichen Kommentars "Planspiel Bildungsstreik". Wir sind gespannt, ob weitere Diskussionsbeiträge bei der Redaktion einlaufen. Den ganzen Text lesen


Kommentar "Planspiel Bildungsstreik" nochmals nachlesen